Schule: WLAN in jedem Klassenzimmer

ID: 278
Erstellt von P. Bronner am 14.11.2018 um 20:31 Uhr
Bildung, Wissenschaft, Kultur

Die Grundlage zur Nutzung von mobilen Endgeräten in Freiburgs Klassenzimmern ist ein stabiles WLAN-Netz und die Glasfaseranbindung jeder Schule.

Um die Gesundheit zu schützen (Belastung durch WLAN-Strahlung?) und die Schüler vor Ablenkung zu bewahren (Internet, Social Media, ...) könnte man sich auf einen Schul-WLAN-Standard einigen.

Folgende Punkte haben sich bereits in der Praxis bewährt:

Lokaler Einsatz
(Ein WLAN-Gerät pro Klassenzimmer - 33 Schüler können sich gleichzeitig einloggen und datenintensive Anwendungen nutzen)

Temporärer Einsatz:
(Ein WLAN-Netzschalter in jedem Klassenzimmer: Das WLAN-Gerät darf nur bei Bedarf angeschaltet sein - die Strahlung ist dann nur in bestimmten Zeiten vorhanden)

Minimale Sendeleistung:
(Die Strahlung des 5GHz WLAN-Netzes ist nur innerhalb des Klassenzimmers vorhanden - die Klasse nebenan bekommt keine Strahlung ab)

Kontrolle des Schülerzugangs über WLAN ins Internet:
(Die Lehrer haben ständigen WLAN-Zugriff - die Schüler der Klasse können das Internet nur nach der WLAN-Freigabe durch den / die LehrerIn nutzen)

Löst Ihr Vorschlag bestehende Probleme? Wer hat etwas von Ihrem Vorschlag?

Der Vorschlag nimmt die Ängste vor evtl. gesundheitlichen Risiken ernst und versucht die "Strahlen-Belastung" so gering wie möglich zu halten.

Der Vorschlag reduziert die Gefahr der Ablenkung von SchülerInnen durch mobile Endgeräte im Unterricht, da die Lehrer den Schülerzugang nur bei Bedarf freischalten.

Mit einem leistungsfähigen und in jedem Klassenzimmer verfügbaren WLAN-Netz wird die Grundlage für ein späteres BYOD oder 1:1 Tablet Konzept geschaffen.

Kommentare (7)

Clemens

ID: 179 25.11.2018 11:09

Der viel beachtete O-Ton von Andrea Nahles (SPD) auf Twitter lautet: "Der Bund kann nun in alle Schulen überall investieren: "...Schnelles Internet, Tablets, Qualifizierung...."
Damit ist es endlich möglich dem Hemmschuh Föderalismus im Bereich Bildung engültig abzustreifen und direkt auf Schulen zuzugreifen. Diese Gelder müssen jetzt nur noch geltend gemacht werden. Dies ist Sache der Kommunalpolitiker. Finanziell braucht Freiburg keinen Cent für "...Internet, Tablets, Qualifizeirung..." auszugeben. Und dann gibt es ja auch noch das Land!
Die Stadt ist eben NICHT für alles verantwortlich.

P. Bronner

ID: 182 25.11.2018 13:19

Lieber Clemens,

ich wäre da nicht so euphorisch: Das Gesetz ist zwar im Bundestag durch - aber im Bundesrat gibt es Widerstand. Baden-Württemberg lehnt z. B. eine Änderung des Grundgesetzes für diese Art der Bildungsfinanzierung ab.

Wichtig ist auch, wofür das Geld des Bundes innerhalb des Digitalpakts derzeit ausgegeben werden darf:
Nur für die Infrastruktur (Netzwerkkabel, Glasfaseranschluss, WLAN, ...) und nicht für mobile Endgeräte (Tablets) oder Computer. Da muss wieder jede Schule und jeder Schulträger selbst schauen mit welchem Medienkonzept (BYOD, 1:1 Schüler/Lehrer-Ausstattung, Tablet-Wagen, ...) und mit welcher Finanzierung die Schüler- und Lehrer-Endgeräte für den Unterricht zur Verfügung gestellt werden.

Und sollte das Geld nächstes Jahr tatsächlich kommen wäre es gut, wenn der Schulträger (die Stadt Freiburg) mit einem einheitlichen und zukunftsfähigen Medienkonzept für alle Schulen ins digitale Zeitalter durchstarten könnte. Nicht jede Schule muss ihr Medienkonzept von Grund auf neu erfinden und z. B. eigene Server (Mobilgeräteverwaltung, Schul-Cloud, Schul-Mail, WLAN-Steuerung, Caching, ...) betreiben.

Für die Schulen wäre es sehr hilfreich, wenn durch den Schulträger eine zentrale Support-Struktur vorgegeben wird (z. B. durch ein Freiburger-Tablet-Service-Zentrum) und die Schulen bei der Finanzierung von Endgeräten (z. B. durch ein Freiburger-Tablet-Leasing-Modell) unterstützt werden.

Viele Grüße
P. Bronner

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Clemens

ID: 148 23.11.2018 08:48

Diese Kosten muss das Land tragen. Die Stdt könnte jedoch unterstützend tätig werden, jedoch ohne finanzielle Beteiligung.

P. Bronner

ID: 151 23.11.2018 09:11

Lieber Clemens,

die Ausstattung der Schulen ist Sache des Schulträgers und das ist die Stadt Freiburg.

Zunächst benötigt jede Schule ein zukunftsfähiges Medienkonzept.
Die daraus resultierende Verlegung z. B. von Netzwerkleitungen in einem Schulgebäude wird vom Schulträger geplant (GMF), in Auftrag gegeben und bezahlt. Ebenso wird die Beschaffung der zugehörigen WLAN-Geräte von der Schule bzw. vom Schulträger (ASB) bezahlt.

Es können vom Schulträger natürlich Landeszuschüsse (z. B. zum Bau oder zur Renovierung von Schulgebäuden) beantragt werden. Seit 2016 werden vom Bund 5 Mrd. € zur Digitalisierung der Schulen versprochen (Digitalpakt). Momentan bedarf es dafür allerdings erst einer Grundgesetzesänderung zum Bildungsföderalismus. Es bleibt abzuwarten, bis sich hier etwas bewegt.

Viele Grüße
P. Bronner

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