Kapitel 6: Vernetzter Agglomerationsraum

Frage 2

In diesem Szenario dauern viele planerische Abstimmungsprozesse in der Region ausgesprochen lange, bspw. bei der Entwicklung regionaler Gewerbegebiete oder dem Ausbau des regionalen Schienennetzes. Die Geduld aller Akteure wird immer wieder auf die Probe gestellt. Würden Sie diesen Nachteil zugunsten einer engen regionalen Verflechtung in Kauf nehmen?

Kommentare (18)

Matthias

ID: 4.281 06.12.2020 21:34

Ich hab's schonmal an anderer Stelle geschrieben: wenn Freiburg nicht versucht als Platzhirsch aufzutreten und nich zu egoistisch auf die Gewerbesteuer schielt, können müssen überregionale Projekte nicht zu lange dauern. Denn zusammen ist die Regio stärker.

Hannes

ID: 4.246 06.12.2020 18:13

Die Verbindungen des ÖPNV in Richtung Basel ist absolut defizitär. Ich kenne persönlich den nicht gerade seltenen Zustand, morgens gegen 7 Uhr, in Bad Krozingen mit dutzenden anderen Pendlern auf den nächsten oder auch übernächsten RE nach Freiburg zu warten.
Wer es sich leisten kann steigt auf das Auto um. Ich kann es niemandem Verdenken. Die Mobilitätswende wird in dieser Realität zu einem Luftschloss derer, die nicht auf den ÖPNV angewiesen sind.
Die Linie Richtung Basel muss ausgebaut werden. Das scheint jetzt schon utopisch und ich mag mir nicht vorstellen, dass dieser Prozess noch mehr verlangsamt werden wird.

Fritze

ID: 4.223 06.12.2020 13:29

Gute Entscheidungen brauchen immer eine längere Zeit. Damit wird vielleicht mancher Schnellschuss vermieden. Freiburg kann damit vielleicht seinen Einfluss auch besser geltend machen und zur Vermeidung von Fehlentwicklungen im Umland beitragen.

VFW

ID: 4.106 05.12.2020 11:35

Die mit dieser Frage zum Ausdruck kommende Einschätzung erscheint nicht zwingend. Gäbe es tatsächlich in der Regio einen „common sense“ und nicht eine Zwangsvereinigung von Partikular-interessen, dürften die Abstimmungsprozesse auch nicht wesentlich komplizierter und zeitaufwändiger sein als dies heute schon in der Stadt der Fall ist. Auch heute benötigt ein "normaler" Bebauungsplan in der Stadt bereits mehrere Jahre.

Bernhard

ID: 4.025 04.12.2020 14:19

Vernetzung ist im Grunde gut und notwendig. Die Verbindung im Rahem der gesunden Selbstversorgerstadt und smarter Öko-City macht Sinn.

CorHK

ID: 3.959 03.12.2020 19:06

Das ist in einer Demokratie so, das heißt ja nicht, dass man während der Abstimmungsprozesse die Hände in den Schoss legt und abwartet. Dieses Szenario muss deswegen in Verbindung mit anderen gesehen werden und parallel bearbeitet werden.

Uwefreiburg

ID: 3.908 02.12.2020 18:17

Dieser Nachteil ist bereits Realität.

Verena

ID: 3.883 02.12.2020 13:23

Ja, sinnvolle Entscheidungen benötigen teils lange Entscheidungsprozesse, wir sollten uns nicht schnellen, unkomplizierten Entscheidungen hingeben, die schlussendlich nicht sinnvoll sind.
Die vielen Herausforderungen unserer Zeit erfordern überlegtes Handeln, auch mit der Region gemeinsam

Bernd

ID: 3.868 02.12.2020 10:01

Ja, das spricht ein wichtiges Thema an. Wir sollten mehr in Entwicklungskorridoren (entlang der S-Bahnlinien) denken, planen und gestalten. Hier fehlen allerdings eine Kultur der erfolgreichen interkommunalen Zusammenarbeit, ein guter gesetzlicher Planungsrahmen und wohl auch noch eine fehlende Identität eines Großraums FR.

Schinna

ID: 3.848 01.12.2020 17:05

Ja, auf jeden Fall!
Nicht jede lange Planung ist eine schlechte Planung, wichtig ist vor allem, dass sie zielorientiert abläuft.
Wenn viele Fragen geklärt werden müssen und viele Meinungen gehört werden müssen (auch im Rahmen der Bürgerbeteiligung) dann ist eine gewisse Mindestdauer unumgänglich.