Entwicklung Güterbahnhof Nord

Aktualität geprüft am 20.08.2020

Auf dem Gelände des 1905 bis 1998 genutzten ehemaligen Freiburger Gütebahnhofs soll ein modernes, gemischt genutztes Stadtquartier entstehen mit Wohnungen, Büros, Hotels, Einzelhandel und sozialen Einrichtungen.

Blühende Bäume vor historischem Industriegebäude

Der Zollhallenplatz am Eingang des Quartiers (Foto: Stadt Freiburg)

Die mehrere Jahre größtenteils brach gelegene, innerstädtische Fläche des ehemaligen Güterbahnhofes Nord wird seit 2002 auf Grundlage verschiedener Bebauungsplanverfahren in ein modernes Wohn- und Gewerbequartier umgewandelt. Im östlichen Bereich sind und werden bis 2022 folgende Nutzungen realisiert:

  • rund 700 Wohnungen
  • 415 Studierenden-Appartements
  • 96 Pflegeplätze
  • 21 Gruppen in Kindertagesstätten
  • 2.800 Quadratmeter für betreutes Wohnen
  • 2.900 Quadratmeter Einzelhandelsfläche
  • rund 170.000 Quadratmeter Geschossfläche Büro und Dienstleistung
  • rund 53.000.000 Quadratmeter Geschossfläche für Handwerk und Gewerbe

Für den westlichen Bereich des Güterbahnhofsareals wird aktuell ein Planänderungsverfahren durchgeführt. Sie umfasst unter anderem die  Festsetzung eines Urbanen Gebiets. Urbanes Gebiet bedeutet, dass neben Wohngebäuden auch Gewerbebetriebe sowie soziale, kulturelle und weitere Einrichtungen Platz finden, wenn die Wohnnutzung nicht wesentlich gestört wird.

Hier können entstehen:

  • rund 850 weitere Wohnungen, davon circa 185 im geförderten Mietwohnungsbau
  • Dienstleistungsflächen, davon rund 19.000 Quadratmeter Geschossfläche für die Ansiedlung der Firmenzentrale eines Freiburger Pharmaunternehmens.

Für das Bebauungsplanverfahren ist folgender Zeitplan vorgesehen:

  • Offenlagebeschluss: Herbst 2020
  • Planreife 4. Quartal 2020

Gesetzlich vorgesehen

  • Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist im Rahmen der abgeschlossenen Bebauungsplanverfahren erfolgt.
  • Für das Verfahren zur 4. Änderung des 2. Teilbebauungsplanes (Bereich West) erfolgte die frühzeitige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung vom 7. Januar 2020 bis 7. Februar 2020. Aufgrund der Corona-Situation musste von einem öffentlichen Anhörungstermin abgesehen werden.

Freiwillige Beteiligung

  • Bürgerinformationen und Abstimmungen mit den Bürgervereinen Brühl-Beurbarung und Zähringen wurden im Rahmen der Verfahren zu den einzelnen Teilbebauungsplänen in regelmäßigen Abständen durchgeführt.
  • Im Zuge der weiteren Bebauungsplan- und Projektumsetzung sind weitere Informationstermine vorgesehen, die derzeit noch nicht terminiert sind.

Für  die Realisierung des Quartiers Güterbahnhof Nord kann von einer Gesamtinvestition (u. a. Planung, private Investitionen, Erschließung, Ausgleichsmaßnahmen)  von rund 1 Milliarde Euro ausgegangen werden (Stand: Juni 2020).

  • 2019: Aufstellungsbeschluss 4. Änderung des 2. Teilbebauungsplanes (Bau,- Umlegungs- und Stadtentwicklungsausschuss)
  • 2018: Satzungsbeschluss 1. Änderung des 2. Teilbebauungsplanes (Gemeinderat, Drucksache G-18/132)
  • 2015: Satzungsbeschluss 2. Teilbebauungsplan, (Gemeinderat, Drucksache G-14/211)
  • 2012: Satzungsbeschluss 1. Teilbebauungsplan (Bereich Zollhalle), (Gemeinderat, Drucksache G-12/079)
  • 2012: Grundsatzbeschluss mit dem Ziel, neben Gewerbe auch Wohnnutzung vorzusehen (auf der Grundlage eines Rahmenplanes von Albert Speer & Partner, Frankfurt), (Gemeinderat, Drucksache G-12/038)
  • 2001: Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan für das Gesamtareal (Bau- und Umlegungsausschuss, Drucksache BA-01/004)

Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS)
Fehrenbachallee 12
79106 Freiburg im Breisgau
aps@stadt.freiburg.de

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