Neues Fußballstadion Freiburg

Aktualität geprüft am 20.08.2020

Das neue Stadion des SC Freiburg wird Platz für rund 34.700 Fans bieten. Eine neue SC-Geschäftsstelle, Trainings- und Funktionsräume für die Profi- und U-23-Mannschaft sowie ein Fanshop mit integriertem Vereinsmuseum sind Teil des Gesamtentwurfs. Die im Bundesligabetrieb für die Bewirtung genutzten Flächen stehen außerhalb der Spieltage für Kongresse, Feiern und Tagungen zur Verfügung. Darüber hinaus entstehen ein Trainingsgelände mit zwei Spielfeldern und Torwarttrainingsplätzen sowie Verkehrs- und Parkflächen für Fahrräder, Autos und Busse.

Kräne in Stadion

Arbeiten an der Dachkonstruktion (Foto: Klaus Polkowski)

Im November 2014 hat der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für den Bau eines Fußballstadions am Standort Wolfswinkel gefasst und beschlossen, einen Bürgerentscheid durchzuführen. Im Februar 2015 haben sich die Freiburger Bürger_innen mit deutlicher Mehrheit für die Unterstützung des SC Freiburg beim Bau eines neuen Fußballstadions am Standort Wolfswinkel ausgesprochen.

Weitere Informationen zu den aktuellen Bauarbeiten auf der Baustelle gibt es unter: stadion.scfreiburg.com/baustelle

  • Die Bauarbeiten der neuen Erschließungsstraßen sind weit fortgeschritten. Die Suwonallee als neue Verbindungsachse zwischen der Granada- und Madisonallee wird voraussichtlich im Herbst 2020 freigegeben.
  • Im Stadion selbst läuft derzeit der Innenausbau einschließlich der Gebäudetechnik. Auch bei den Außenanlagen laufen bereits abschließende Arbeiten. Wann das neue Stadion in Betrieb genommen werden kann, ist aufgrund der aktuellen Situation der Corona-Pandemie nicht abzuschätzen.

 Frühere wichtige Meilensteine:

  • März 2019: Festliche Einleitung der Bauphase für das Stadiongebäude mit der Grundsteinlegung.
  • November 2018: Beginn der Bauarbeiten mit der Einrichtung der Großbaustelle. Seit Erteilung der Baugenehmigung schritten die Arbeiten auf dem Stadiongelände stetig voran: Leitungen wurden verlegt, der Magerrasen wurde schrittweise auf die Deponie Eichelbuck verlagert, die Fundamente für die Tribünen wurden geschaffen und es fanden Arbeiten zur Erschließungsstraße Ost statt.
  • Juli 2018: Ein wichtiger Schritt hin zu der Realisierung des Stadionbaus war der Satzungsbeschluss des Bebauungsplans durch den Gemeinderat. Darauf folgte die Erteilung der Baugenehmigung durch das Regierungspräsidium Freiburg im November 2018.
  • Augst 2017: Der Siegerentwurf des neuen SC-Stadions wurde öffentlich vorgestellt. Für den Stadionbau wurde das Unternehmen Köster GmbH aus Osnabrück in Kooperation mit der HPP Architekten GmbH aus Düsseldorf beauftragt.
  • Ende März 2016: Gründung der Stadion Freiburg Objektträgergesellschaft mbH & Co.KG (kurz: SFG). Diese ist Bauherrin und Eigentümerin des neuen Stadions unter Beteiligung des SC Freiburg als atypisch stiller Gesellschafter. Die Stadt bringt das für die Realisierung des Projektes notwendige Grundstück in die Gesellschaft ein, während der Sportclub finanzielle Einlagen leistet.

Gesetzlich vorgesehen

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. §3(1) und §4(1) BauGB wurde bereits durchgeführt.

Freiwillige Beteiligung

Während der aktuellen Bauphase werden bei Bedarf zielgruppenspezifische Gespräche geführt und die Öffentlichkeit wird regelmäßig über Pressearbeit informiert.

Bereits zu Projektbeginn wurden viele verschiedene Informations- und Beteiligungsveranstaltungen durchgeführt.

Vor dem Bürgerentscheid 2015:

  • Drei große Informationsveranstaltungen für alle interessierten Bürger_innen
  • Acht Dialogforen (für Vertreter_innen der direkt Betroffenen)

Nach dem Bürgerentscheid 2015:

  • Auftaktveranstaltung zum Begleitforum
  • Zwei Begleitforen

Während des gesamten Prozesses wurden zielgruppenspezifische Veranstaltungen umgesetzt:

  • Arbeitsgespräche mit den Nutzer_innen des Freiburger Flugplatzes
  • Arbeitsgespräche mit den angrenzenden Möbelhäusern
  • Arbeitsgespräche mit der Universität
  • Gespräche mit angrenzenden Stadtteilen in Vorbereitung zum Anliegerverkehrskonzept
  • Zwei Veranstaltungen zur Erarbeitung des Anliegerverkehrskonzeptes

Hintergrund

Das Grundkonzept für die Öffentlichkeitsbeteiligung wurde vom Gemeinderat beschlossen und bindet verschiedene Akteure ein:

  • Zielgruppen (z.B. Anliegerverkehrskonzept)
    Die Bearbeitung fachlicher Einzelthemen der Arbeitsebene, wie z.B. das Anliegerverkehrskonzept für den Verkehr an Spieltagen, erfolgt mit der jeweils betroffenen Zielgruppe. So wurden gemeinsam mit Vertreter_innen des Stadtteils Mooswald erörtert, wie die Verkehrsbelastungen an Spieltagen minimiert werden können. Neben dem Bürgerverein wurden auch per Zufallsprinzip ermittelte Bürger_innen eingeladen. In Vorabterminen wurden darüber hinaus auch mit den angrenzenden Stadtteilen Landwasser, Brühl-Beurbarung und Betzenhausen-Bischofslinde Gespräche geführt, um das Wissen vor Ort mit einzubeziehen und auf etwaige Sondersituationen frühzeitig reagieren zu können
  • Nachbarschaft (Begleitforum / Nachbarschaftsforum SC-Stadion)
    Das Begleitforum aus der Planungsphase wurde im Februar 2019 in das Nachbarschaftsforum überführt. Der bewährte Informationsaustausch wird damit nahtlos fortgesetzt.
    Ziel des Nachbarschaftsforums ist es, dass die Bauherren und die unmittelbar von den Baumaßnahmen Betroffenen, also die direkte Nachbarschaft der Baustelle, regelmäßig in einem festen Gremium zum Austausch zusammen kommen. Um einerseits eine möglichst gerechte Zusammensetzung und andererseits eine arbeitsfähige Gruppengröße zu gewährleisten, wurde das Gremium von Beginn an auf bestimmte Bürgervereine, Gewerbetreibende und institutionelle Organisationen aus der Nachbarschaft beschränkt und steht somit fest. Falls Bürger_innen Bedarf an den dort vorgetragenen Informationen haben, können sie sich an die beteiligten Bürgervereine Mooswald, Landwasser, Brühl-Beurbarung sowie Betzenhausen-Bischofslinde wenden, umgekehrt aber auch über die Bürgervereine Fragen an das Gremium richten.
  • Breite Öffentlichkeit (begleitende Kommunikation)
    Die Bauphase wird kommunikativ durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet, damit auch die nicht direkt betroffene Öffentlichkeit zum Beispiel per Webcam den Baufortschritt verfolgen kann. Pressetermine zu Infrastrukturmaßnahmen, Stadionbauwerk und Ausgleichsmaßnahmen finden regelmäßig statt.

Stadionbauwerk und Nebenanlagen: 70 Millionen Euro netto


Infrastruktur: 55 Millionen Euro brutto (vgl. Drucksache G-18/162)

Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS)
Fehrenbachallee 12
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aps@stadt.freiburg.de