Klimamobilitätsplan

Aktualität geprüft am 14.01.2022

Beim Thema Klimaschutz gerät auch der Verkehrsbereich zunehmend in den Fokus. Ein neues Instrument soll nun Gemeinden, Städte und Landkreise unterstützen, ihre Treibhausgasemissionen im Mobilitätsbereich dauerhaft zu senken.

Freiburg ist eine von 5 Pilotkommunen (darunter ein Landkreis sowie ein Gemeindeverband), die mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg einen solchen Klimamobilitätsplan erstellt. Hiermit werden konkrete Maßnahmen erarbeitet, um die Klimaschutzziele im Verkehrssektor (Reduktion der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 40 % gegenüber dem Stand von 2010) zu erreichen.

Was ist das Besondere am Klimamobilitätsplan?

  • Es wird systematisch ermittelt, welche verkehrlichen Maßnahmen welchen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Maßnahmen setzen sich zusammen aus bekannten und zur Umsetzung vorgesehenen Maßnahmen und neuen, noch auszuarbeitenden Maßnahmen.
  • Zentraler Teil des Klimamobilitätsplans ist ein praxisorientierter Umsetzungsplan für das erarbeitete Maßnahmen-Bündel. Er enthält alle notwendigen Schritte (wie z.B. benötigtes Budget oder Personal), die notwendig sind, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Dieses ist der größte Mehrwert des neuen Instrumentes.
  • Bestandteil der Erstellung des Klimamobilitätsplans ist eine frühzeitige Beteiligung von Öffentlichkeit und Wirtschaft in Form einer mehrwöchigen Offenlage, während der interessierte Bürgerinnen und Bürger ihre Meinungen, Anregungen oder auch Einwände abgeben können. Über die verpflichtende öffentliche Auslegung setzt die Stadt Freiburg weitere freiwillige Formate der Beteiligung und Kommunikation um. 

 

Blick auf das Martinstor

Foto: Patrick Lohmüller / stock.adobe.com

Der Klimamobilitätsplan ist Teil des Klimaschutzgesetztes des Landes Baden-Württemberg. Die im Plan identifizierten Maßnahmen werden mit einem erhöhten Fördersatz durch das Land finanziert, sodass die Umsetzung erleichtert wird. Ende 2022 soll er fertig gestellt und vom Freiburger Gemeinderat beschlossen werden.

Ein beauftragtes Fachbüro für Verkehrsplanung unterstützt die Stadt Freiburg bei der Erstellung des Klimamobilitätsplans. Die wichtigsten Meilensteine sind:

  • Erstellung eines Trendszenarios: Basierend auf den bereits beschlossenen Planungen zu Mobilität und Klimaschutz wird ermittelt, wie viele CO2-Emissionen ohne den Klimamobilitätsplan eingespart werden.
  • Erstellung eines Zielszenarios: Bestehend aus verschiedenen zusätzlichen Maßnahmen zeigt das Szenario, wie viele CO2-Emissionen mit dem Klimamobilitätsplan eingespart werden.
  • Erstellung der zugehörigen Umsetzungsplanung

Am 15. Februar 2022 findet eine öffentliche Auftaktveranstaltung statt. Direkt im Anschluss startet eine dreiwöchige Online-Beteiligung auf www.mitmachen.freiburg.de, deren Ergebnisse in die Entwurfsplanung eingehen.

Alle Informationen zum Prozess und der Beteiligung auf der städtischen Projekthomepage unter www.freiburg.de/kmp

Gesetzliche Beteiligung

Vorgesehen

Eine zentrale Anforderung an den Klimamobilitätsplan ist eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Wirtschaft. Im Sommer 2022 wird der Plan für die Dauer von mindestens einem Monat öffentlich ausgelegt, um allen Interessierten die Möglichkeit einzuräumen, zu den Entwürfen Stellung zu nehmen.

 

Freiwillige Beteiligung

  • 15. Februar 2022: Öffentliche Auftaktveranstaltung zum Start der Beteiligung
  • 15. Februar - 9. März 2022: Online-Beteiligung zu den geplanten Maßnahmen

Das Projekt kostet ca. 280.000 Euro, wovon 80 Prozent durch das Land Baden-Württemberg gefördert werden.

  •  Juli 2021: Informations-Drucksache im Mobilitätsausschuss des Gemeinderats (MOBI 21/002)

Garten- und Tiefbauamt

Fehrenbachallee 12

79106 Freiburg

gut@stadt.freiburg.de

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