Klimaschutzkonzept: Zusätzliche Maßnahmen

In Freiburg wird Geld aus der Konzessionsabgabe des Energieversorgers Badenova für Klimaschutzprojekte verwendet. Seit 2020 kommt die Hälfte der Gelder direkt dem Klimaschutz zugute (Drucksache G-19/212). Damit stehen 2021 und 2022 geschätzt rund 11,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Umweltschutzamt schlägt vor mit diesem Betrag 61 Klimaschutz-Projekte zu fördern. Beispielprojekte sind

  • Unser Quartier handelt für den Klimaschutz, Förderprogramm
  • Ausbau von Radwegen
  • Umstellung auf alternative Antriebe der Stadtbusse (Drucksache G-20/020)
  • Photovoltaik im Denkmal
  • Bildung zu klimafreundlichen Lebensstilen

Der Förderschwerpunkt für die Jahre 2021 und 2022 liegt im Bereich der nachhaltigen Mobilität. So soll die Verkehrswende in Freiburg mit einer weiteren Förderung des Umweltverbundes, dem Ausbau der Elektromobilität sowie der Zurückdrängung von fossil angetriebenen Kfz weiter vorangebracht werden.

 

Weitere Informationen: Drucksache G-20/115

 

Geplante Mitttel im Doppelhaushalt

2021: 6.135.000 Euro

2022: 5.615.000 Euro

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Vorschläge der Verwaltung

Weitere Informationen:

Kommentare (23)

Stadt Freiburg

Kommentar der Moderation
ID: 7.976 05.05.2021 17:30

Die unterschiedlichen Änderungsanträge zu diesem Vorschlag der Verwaltung fanden keine Mehrheit im Gemeinderat (AfD OZ 17-18, OZ 24; ESFA OZ 20-21, FL OZ 25-28).

In der Sitzung des Gemeinderats vom 27.04.2021 wurde über die entsprechende Drucksache G-20/115 abgestimmt.

Mehr: Beschluss zur Drucksache im Detail unter https://ris.freiburg.de/meeting.php > 2.7 Klimaschutzkonzept G-20/115 > Beschluss von TOP 2.7 4. Sitzung des Gemein-derates (Beschluss DHH)

Stadt Freiburg

Kommentar der Moderation
ID: 7.926 08.04.2021 11:34

Zu diesem Vorschlag der Verwaltung gibt es unterschiedliche Änderungsanträge:

- Änderungsanträge der Fraktion AfD: Klimaschutzprojekte, Investitionszuschüsse VAG E-Busse, Radverkehrsanlagen und Ausbau FR 3 aus Klimaschutzmitteln
mehr: https://www.freiburg.de/haushalt > Haushaltsberatungen > OZ 17-18 / OZ 24

- Änderungsanträge der Fraktion Eine Stadt für alle (ESFA): Marketingkonzept Münstermarkt und Voruntersuchung Konus-Karte
mehr: https://www.freiburg.de/haushalt > Haushaltsberatungen > OZ 20-21

- Änderungsanträge der Fraktion Freiburg Lebenswert (FL): Ausbau FR 3 aus Klimaschutzmitteln, Informationspavillons zum Stadtteil Dietenbach, Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden/ Stadtbau und Ausbau FR 3 aus Haushaltsmitteln statt Klimaschutzmittel
mehr: https://www.freiburg.de/haushalt > Haushaltsberatungen > OZ 25-28

Bernhard

ID: 7.374 27.01.2021 17:04

zu Kalabria,
die Stadt wird in der Zukunft mit innerstädtischen Temperaturen zu kämpfen haben, die sie vermutlich über Klimaanlagen zu kompensieren versucht (Autokathalytische Temperaturerhöhung wird die Folge sein, nebst enormem Stromverbrauch). Auch hier fehlt ein langfristiges durchschlagendes Konzept zu einer konsequenten Weiterentwicklung der Stadt von der "Betonwüste" zum grünen Biotop für Tiere und Pflanzen. Die Tatsache, dass der Bahnhofsturm exemplarisch gescheitert ist, spricht für sich. Diese "Oasem" werdem jetzt in Asien verwirklicht.
Schade: Bin für eine möglichst umfassende Fassadenbegrünung aber bitte mit Konzept und Verstand. Da kann man viel viel Geld investieren.

Stephan

ID: 7.080 26.01.2021 21:12

Auch wenn Freiburger das Klima der Welt von Freiburg aus retten möchten, es wird bestenfalls für die zehnte Nachkommastelle reichen, leider Geldverscheendung, bestenfalls als Alibifunktion nützlich oder fürs Marketing, geopolitisch und Klimawirkung Null.

Andreas

ID: 6.956 26.01.2021 16:11

Gute Sache! Lediglich bei "Photovoltaik im Denkmal" schätze ich, dass Aufwand und Kosten groß aber der Effekt gering sein dürfte. Solange noch viele Flachdächer beim Gewerbe, Schallschutzwände, Parkdecks etc. brach liegen und nach wie vor Bürogebäude ohne Solarnutzung geplant werden (?).

Markus

ID: 6.897 26.01.2021 13:45

Klimaschutz heisst (wenn man was zeitnahes, wirksames machen möchte):
1. Individualverkehr einschränken! Das Bewegen von zumeist Einzelpersonen in viel zu grossen Fahrzeugen (Gewicht Fahrzeug: >1-2 Tonnen, bewegte Person(en): 60-150 Kilo....) erzeugt immense Abgase ohne Sinn! Statt dessen: Emissionsfreie Mobilität (zu Fuss, Fahrrad), Multiplikatorentransport (ÖPNV), in begründeten Einzelfällen: emissionsarme Mobilität (Elektro-Share, Fahrgemeinschaften)
2. Wege zu Arbeit verkürzen: Wohnen dort, wo die Menschen arbeiten. D.h. mehr Wohnfläche in der Stadt, Pendelverkehr erschweren; Schaffung von Wohnfläche in der Stadt mit "Bonus" (Geringere Grundsteuer) belohnen!
3. Keine weiteren Flächen versiegeln! Egal, für was!

Kalabria

ID: 6.718 25.01.2021 18:32

Klimaschutz bedeutet auch dort die Baumscheiben zu vergrößern wo es geht. Das ist an vielen Straßen möglich. Fassadenbegrünung ist in Freiburg ein Stiefkind. Da sind andere Städte weiter. Dachbegrünung im neuen Güterbahnhofgelände ist kaum vorhanden. Fotovoltaik könnte viel mehr sein.
Elektroautos sind in der Herstellung alles andere als
umweltfreundlich. Auch Fahrräder verbrauchen viel
Platz. Die Anzahl um den Bahnhof ist Tag und Nacht
fast gleich. Viele haben mehrere Räder die gerne überall kostenlos stehen. Da muss man auch fair bleiben. Die Entsorgung von Alt / Schrotträdern
kostet die Stadt/ uns alle, unnötig Geld. Bitte keine teuren Gutachten mehr. In den Ämtern sitzen genug
schlaue Menschen.

HansJoachim

ID: 6.416 24.01.2021 18:02

Bitte zuerst den Haushalt sanieren.

Steffen

ID: 6.353 24.01.2021 11:00

Das ist ein schönes Budget für Klimaschutz. Bitte verantwortungsvoll und sinnvoll damit umgehen. Photovoltaik im Denkmal ist für mich ein nicht sonderlich sinnvolles Beispiel. Ich selbst wohne in einem Denkmal und schauen rundherum auf Dächer nicht denkmalgeschützter Hause. Teilweise Neubauten aus dem letzten Jahr - OHNE PV Anlage. Warum macht die Stadt das nicht endlich zur Pflicht bei Baugenehmigungen?

Ich hab prinzipiell nichts gegen PV auf Denkmälern aber der Aufwand und die Kosten sind dort wie immer sehr viel höher.

Sophie

ID: 6.352 24.01.2021 10:54

Wichtig für E-Auto Fahrer und die, die den Umstieg auf rein E-Auto überlegen wäre es wenn sie nicht nur vor der eigenen Tür (für viele unmöglich), sondern vor allem an vielen Stellen: im Wohngebiet, bei der Arbeit, beim Einkaufen, Freizeitaktivitäten usw. das Auto laden könnten.

Stadt Freiburg sollte dafür sorgen das eigene Liegenschaften entsprechend schnell mit ausbaubarer Ladeinfrastruktur ergänzt werden sowie bei anderen Bauträgern/Besitzern von bestehenden oder neuen Bauten dieses durch entsprechende Anreize/Auflagen schaffen.

Zur Zeit haben viele Parkhäuser in Freiburg keine/keine funktionierenden Ladestellen. Die wenigen funktionsfähigen werden leider immer wieder von Verbrenner Autos oder E-Autos mit längst abgeschlossenem Ladevorgang zugeparkt.

Vielleicht würden eindeutige und einheitliche Markierungen aller Ladestellen das „verwechseln" mit einem Parkplatz erschweren. Andere intelligente Lösungen beim Ladevorgang gibt es auch auf dem Markt.

Eine Bedachung der Parkflächen und sonstigen verfügbaren Dächern in Freiburg mit PV-Anlagen würde das Laden von E-Autos noch viel nachhaltiger und attraktiver machen.