Wir haben nur ein "Konzeptchen" für Verkehr das nichts ändert - radikal umdenken

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Erstellt von Sabine am 17.05.2018 um 12:48 Uhr
CO2-freie Mobilität

Die städtischen Vorschläge sind stark "technikfokussiert", einzellösungsorientiert und nach wie vor autoverkehrbevorteilend /-befördernd - und nicht auf ein ganzheitliches Umdenken in Punkto Mobilität, das uns Bürgern mehr Ruhe, Sicherheit, eine gesunde Stadtluft und damit ein angenehmes Leben bringen würde. Es gilt zu verstehen warum und wozu so viele Menschen aus Freiburg und Umgebung überhaupt noch mit dem Auto in die Stadt kommen und keine (aber vorhandenen) Alternativen nutzen. Shopping (wobei niemand wirklich Schränke kauft, die nur mit dem Auto abzutransportieren wären), Arbeit (oft ohnehin ohne Parkmöglichkeit, allerdings in den Industriegebieten teilweise schlecht ÖPNV angebunden), "Elterntaxis" (ein riesiges Sicherheitsrisiko und morgentliche Stau/Unfallursache), Urlauber (will man nicht verlieren, kann man aber zutrauen sich anzupassen, z.B. Autos auf P&R Flächen nach Einchecken zu hinterlassen, nicht verkehrsverunsichernd auf Radwegen zu parken oder in Wohngebieten), Transitverkehr (wenn es mit Tempo 30 in FR (Wohngebiete: Spielstraße) noch langsamer wird, eine knackige "Wohngebiet" Extra-Mautgebühr ( (als Gesundheitsentschädigung) anfällt auf B31 (nicht für E-LKW) werden vlt die echten Autobahnen attraktiver). Wir brauchen ein anderes Mobilitätskonzept und radikale Schritte. Manchmal tut es schon ein systematischer flächeneckender Farbanstrich auf den vorhandenen asphaltierten Straßen und ein paar Schilder und eine neue Gebührenordnung. Nur wenn diese Schritte sinnvoll direkt miteinander verzahnt umgesetzt werden, kann auch der klima- und gesundheitsschädliche Verkehr reduziert werden. Ich kann auf meinem täglichen Weg zur Arbeit manchmal nicht mal mehr atmen (B31, Schlossbergpassage). Warum lässt die Stadt das zu, das ist fahrlässige Körperverletzung/langfrsitig vlt sogar Tötung?
Elterntaxis, Abkürzer und Shoppingwildpaker in Wohngebieten sind ein Ärgernis, Sicherheitsrisiko (Dreckschleudern und lärmend, oft zu schnell und gestresst) und können durch eine radikale Umsetzung von Tempolimit (Spielstraße) und Zufahrtverbot (außer Anwohner - was man auch durchsetzen muss, siehe Durchgangsverkehr Baslerstr - ein Witz! Kamera installiert, alle Kennzeichen auf "Anwohner" kontrolliert und direkt Gebühren einfordern - nach 3 mal fährt da niemand mehr wild durch) ferngehalten werden - vor allem in Schuleinzugsgebieten.
Weg mit der Pflicht Parkplätze bei Neubauten zu haben - Regeln aus dem letzten Jahrhundert (Ehefrauen vergewaltigen war da auch noch erlaubt) - besser Möglichkeiten fördern Fahrräder (witterungs)geschützt und platzsparend zu parken.

So wird auch das Gehen und Radfahren in diesen Gebieten nochmals attraktiver - echtes Quartiersleben, draußen! (Beispiel Vauban, es geht doch!)
Gleichzeitig muss aber das alternative "Hinkommen" für Berufstätige, Schulkinder, Shopper und Urlauber über Fahrrad und ÖPNV ermöglicht, erleichtert, verbilligt werden.

"Outside rushhour" - Kurz-Tickets /Touristen-Spartickets zum günstigen Preis.
Busspuren auch für Taxi und Elektroautos konsequent auf allen 2- spurigen Hauptverkehrsadern (mit horrenden Gebühren für "Abweichler" - außer Rettungsgasse) gehören genauso dazu wie eine sinnvollere Taktung und Ausbau des ÖPNV sowie eine flächendeckende Installation von (farblich markierten und mit Halteverboten versehenen) Fahrradwegen/-straßen auch auf allen Nebenstraßen (vor allem vor Schulen, z.B. Karlstr. - gruselig was hier morgens abläuft).
Warum nochmal haben wir kein Sozialticket (für Rentner/Arbeitslose/Behinderte usw. - ganz einfach beschränkt auf die Nicht "Rush-hour" Zeiten braucht das nicht mal einen Kapazitätsausbau (Nachziehens eines "Topping up" sollte aber möglich sein falls man doch mal einen echten Termin hat und nicht nur Freizeit, Menschen müssen auch auf Ämter, zu Ärzten))?
Der Verkehr in Freiburg ist insgesamt viel zu ungerecht verteilt (übervorteilt Autofahrer) verdrängt Fahrräder und andere Mobilitätsformen auf unsichere, teure, unpraktische damit nur sehr eingeschränkt sichere und attrkative Pfade. Trotz gelb blinkender Ampeln werde ich fast jeden Tag von Autos geschnitten. Auf der Zufahrt Hildastr über B31 kommt man dank kreuzungsblockierendem Verkehr oft als Radfahrer nicht rüber - trotz Ampel. Auf der Talstraße kann man nicht mal eben rüber zum "Treff" - es wird gerast - vorbei an Schule und Altenheim. Das muss sich zwingend ändern - Beispiele gibt es viele wie es anders geht: Amsterdam u.a. Warum geht das dort und nicht hier? Warum bauen wir nochmal einen Stadttunnel um den angeblich noch wachsenden Verkehr zu bewältigen und aus der Sicht zu nehmen, den wir doch alle gar nicht wollen, der uns krank macht (Lärm, Abgase)? Der Autoverkehr muss ganz prinzipiell nachrangig werden, Radfahren, Gehen (derzeit gesundheitlich nicht zumutbar nahe B31 und Co), ÖPNV, Bahnverkehr muss attraktiv werden: pünktlich, flächendeckend. Kann man Unternehmen mit Jobtickets für alle Mitarbeiter attraktive Angebote machen?
Dazu muss die Stadt und ihre Räume neukonzipiert werden - miteinander. Die Stadt sollte ein Ort der Interaktion von Menschen sein keine Autobahn. Ideen und Beispiele gibt es weltweit genug, auch solche die nicht teuer sein müssen, allein der politische Wille fehlt. Wovor hat die Stadt Angst? Wütende Autofahrer, Tankstellenbesitzer, Autoverkäufer? Die meisten Bewohner hätten sicherlich nichts gegen sicherere, grünere, abgasreduzierte, lebendigere Straßen - vor allem in den Wohngebieten, wenn sie Alternativen für die eigene Mobilität haben. Wo sonst könnte man das besser umsetzen als in einer mittelgroßen Stadt wie Freiburg mit kurzen Wegen? Radikal denken und aktiv werden! Wir haben nur einen Planeten und nur eine Stadt die für alle lebenswert (werden/bleiben) muss.