Koordiniertes GIS-System

ID: 291
Erstellt von Clemens am 22.11.2018 um 01:42 Uhr
Digitale Stadtverwaltung

Die Stadt Freiburg übernimmt die Führerschaft zur Einrichtung eine mit den Nachbargemeinden bzw. besser Landkreisen gemeinschaftlich abgestimmten GIS (geographisches InformationsSystem).

Löst Ihr Vorschlag bestehende Probleme? Wer hat etwas von Ihrem Vorschlag?

Freiburg als einer der führenden Städte in Südbaden hat eine sehr große Verantwortung in der Region. Die Bündelung der gemeinsamen, digitalen Kompetenzen spart jeder beteiligten Kommune Ressourcen und stärkt die Verhandlungsposition gegenüber Anbietern und übergeordneten, politischen Entscheidern.
Die allermeisten Entscheidungen einer Gemeinde beruhen letztendlich auf geographischen Informationen z.B. Baumaßnahmen, ökologische Korrridore, Denkmalschutz, lokaler Klimaschutz etc. Diese dürfen nicht an der Stadtgrenze halt machen. Ein gemeinschaftliches System stärkt die gesamte Region.
Es fällt leichter und wird wesentlich billiger und effiktiver, wenn zukünftig Maßnahmen schneller mit den Umlandgemeinden koordiniert werden können. Dabei steht es trotzdem jeder Kommune offen auf eigen Rechnung sog. Layer für ihre Zwecke zu fertigen. Das sind "Folien" die über das Basissystem gelegt werden, um gewünschte Informationen auf der Fläche sichtbar zu machen. Trotzdem bleibt der Vorteil bestehen, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Erfahrung einer Nachbarkommune wesentlich billiger "eingekauft" werden kann. Die Initiativgemeinde erhält gleichzeitig einen Teil der Entwicklungkosten zurück oder noch besser, teilt sich diese sofort mit weiteren, interessierten Gemeinden. Eine bessere Win-Win-Situation gibt es nicht.
Im Rahmen dieses Prozesses muss geprüft werden, inwieweit das seit kurzem bestehende Informationssystem der Stadt tauglich ist, gegen geringe Gebühr mit den Nachbargemeinden ausgetauscht und gemeinschaftlich weiterentwickelt werden kann.
Freiburg hat die Möglichkeit große Ressourcen bereit zu stellen. Gleichzeitig können aber auch bereits bestehende Kompetenzen und Ressourcen im Umland bei der Realisierung kostenlos genutzt werden. Die Ergebnisse würden allen Bürgern in der Region zu Gute kommen; unabhängig von der jeweils politischen Situation in der eigenen Gemeinde.
Auch politisch lassen sich gemeinsame, regionale - aber auch lokale(!) - Interessen besser gegenüber dem Land oder Bund darstellen. Freiburg als Initiativgemeinde kann dabei jetzt ihrer Verantwortung für die Region endlich gerecht werden. Diese Chance kommt nie wieder!!!

Kommentare (2)

Joha

ID: 276 29.11.2018 15:59

In vielen Kommentaren an unterschiedlichen Stellen wird für solche Programme (z.B. Scherben-App) Kosteneinsparungen angemahnt. Daher sollte vielleicht geprüft werden, ob das GIS nicht besser in bereits bestehende und kostenlose OpenSource-Apps (z.B. OSMAnd) integriert und mit bereits bestehenden kostenlosen Informationen verknüpft werden kann. Umfangreiche und kostenintensive Programmierarbeiten könnten so evtl. minimiert werden und auf bereits vorhandenes und frei verfügbares aufgebaut werden. Die Entwicklungsarbeit könnte auf spezifische lokale Interessen fokussiert und die Datenstruktur zukunftssicherer angelegt werden.