Ein universeller Account für Online-Beteiligung

ID: 309
Erstellt von Konstantin am 02.12.2018 um 21:20 Uhr
Digitale Stadtverwaltung

Ich vermute, dass zum einen dieser Account mit Ablauf der Beteiligungsphase am 4.12. verfällt und zum anderen für den Beteiligungshaushalt wieder ein eigenständiger Account gemacht werden muss. Warum kombiniert man die Plattformen nicht miteinander zumal sie der Ansicht nach mit gleicher/ähnlicher Software laufen? Login kann auch ohne konkret aktuelle Prozesse bestehen bleiben und mensch wird per Mail erinnert, wenn es wieder etwas zu diskutieren gibt...

Löst Ihr Vorschlag bestehende Probleme? Wer hat etwas von Ihrem Vorschlag?

Kommt der Niedrigschwelligkeit sehr entgegen.

Kommentare (10)

Clemens

ID: 333 04.12.2018 19:06

Hallo @Myon, bitte entschuldige, leider kann ich nicht direkt auf deinen Kommentar antworten.
Du hast aber Recht, dass einige sehr gute Diskussionen außerhalb dieser Plattform laufen. Facebook, Twitter & Co. sind dabei nur die kleineren Spielplätze Diese müssen aber nicht unbedingt hier sofort integriert werden - im Gegenteil!
Die Digitalisierung der Kommunikation bietet endlich wieder allen Beteiligten eine demokratische Teilhabe. Hierbei müssen alle Akteure lernen, mit der neu gewonnenen Freiheit einer direkten, basisdemokratischen Meinungsäußerung und deren Möglichkeiten umzugehen. Immerhin wurde sie über Jahrzehnte hinweg von einigen Politikern vehement gefordert!

Moderation digital.freiburg

Kommentar der Moderation
ID: 319 04.12.2018 11:44

@Konstatin - vielen Dank für Ihren Beitrag. @Clemens hat recht, Sie registrieren sich auf der Beteiligungsplattform der Stadt Freiburg und alle darauf laufenden Verfahren. Mit ihrer Anmeldung können Sie auch beim nächsten Beteiligungsverfahren - zum Haushalt der Stadt - mitmachen.
Eine einheitliche Plattform für Beteiligungsverfahren gibt es in Freiburg noch nicht so lange. Wir sind deshalb dankbar für Ihre Rückmeldungen bezüglich Funktionsumfang und Usability - sie werden gesammelt und mit dem Lösungsanbieter besprochen mit dem Ziel, die Online Beteiligung niederschwellig und nutzerorientiert weiterzuentwickeln.

Myon

ID: 337 04.12.2018 20:40

@Moderation: Rückmeldungen zu dieser Beteiligungsplattform? Gerne :-)

@Mero: Privacy by Design ? Da liegst Du hier doch etwas daneben! Niemand muss hier "gesondert einwilligen". I Gegenteil. Wir müssen vielmehr dem *gesondert widersprechen*, in was wir längst mit eingewilligt haben.

Ein tieferer Blick in die Nutzungsbedingungen, die jede(r) hier abgenickt hat, läßt ahnen, dass der Plattform-Anbieter http://politik.de noch großes vor hat. Er hält die weitere Speicherung deiner "Stammdaten" auch dann noch für zulässig, wenn du hier raus willst und dazu dein Profil löschst.

Das mag jetzt überraschend für dich klingen, denn im Profil steht doch bei <<Widerruf | Profil löschen>>

#Wenn Sie unserem Datenschutz, den AGBs oder unseren Nutzungsbedingungen widersprechen oder Ihr Profil löschen wollen, klicken Sie bitte auf den unten stehenden Button.#

Da glaubt man doch gerne, dass es so einfach sei zu gehen, oder? Doch mit UNSEREN Nutzungsbedingungen sind nur die der Stadt Freiburg gemeint, die es auch dann noch in sich haben, wenn man ihnen widersprochen hat. Das Durchlesen des blau hinterlegten Teils offenbart:

http://politik.de speichert die personenbezogenen Daten der hier Versammelten gar nicht in der Freiburg-DialogBox, sondern zentral. Zweck dieser Übermittlung in einen Zentralspeicher soll sein, dass man sich auch in einer anderen Stadt zu dortigen Beteiligungsverfahren anmelden können soll, ohne erneut Namen und Mailadresse registrieren zu müssen.

Wir haben hier also alle einen "universellen Account" für Beteiligungsprofis, die sich in mehreren von http://politik.de versorgten Städten tummeln. Der Anbieter bewirbt das als Mehrwert. Doch darf man kritisch hinterfragen, für wen es denn praktisch sein könnte zu wissen, dass ich mich früher schon mal anderswo an was beteiligt habe.

In den Nutzungsbedingungen steht (natürlich) wahrheitsgemäß bei "Möglichkeiten des Widerrufs", dass das Löschen des Profils eben nicht reicht, um auch aus dem Zentralspeicher raus zu kommen; dass man dafür ein eMail an info@polidia.de schreiben muss und zwar mit einer klaren und deutlichen Erwähnung, dass man hier auch der zentralen Speicherung widersprechen will. Tut man das nicht genau so, bleibt der Stammdatensatz völlig legal auf lange Sicht gespeichert.

All die Stammdaten aus Freiburg, die nicht wirksam per Mail gekündigt wurden, könnten selbst dann weiter in der Datenbank von http://politik.de schlummern, wenn sich die Stadt Freiburg einmal entschließen sollte, diese Beteiligungsplattform zu kündigen.

@Moderation:
Ich rege an, dass sich der Datenschutzbeauftragte der Stadt Freiburg im Rahmen der Evaluation dieser Plattform erklärt, ob der von mir geschilderte Sachverhalt zutreffend ist und ob Betreiber Stadt Freiburg oder Auftragsverarbeiter Polidia GmbH hier ihrer Informationspflicht genügend deutlich nachkommen, insbesondere was die Beschreibung der Funktion des Knopfes "Profil löschen" angeht.

Die Europäische DSGVO ist an dieser Stelle sehr verbraucherfreundlich: Nutzungsbedingungen dürfen keine für Laien überraschende Klauseln enthalten.

Nun,
dann lass ich mich mal überraschen, ob nach dem Klicken auf <<Widerruf | Profil löschen>> noch so ne allgemeinverständliche Lernseite hinterher kommt, auf der das mit dem Schreiben einer richtigen Kündigungs-Email genau erklärt wird, damit ich nicht versehentlich meine Stammdaten bei http://politik.de in Berlin liegen lass, ohne es zu wollen.

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Mero

ID: 317 04.12.2018 10:52

Laut Clemens gibt es also keine automatische Löschung nach Abschluss des Verfahrens.

Bleibt noch die Frage, ob die bereits vorgeschlagenen Verbesserungen der Mitmach-Funktionalität und die digitale Umsetzung künftiger Beteiligungsverfahren komplett auf dieser externen Plattform integriert werden können.

Wenn nicht, wird man auch auf weitere, von der Stadt oder anderen lokalen Anbietern bereitgestellte Dienste zurückgreifen müssen, die man vielleicht untereinander mit gemeinsamem Account versehen kann, aber nicht inklusive der Dialog-Box

Möglicherweise widerspricht sich also der Wunsch nach einem universellen Account für alle Beteiligungsoptionen mit dem Wunsch nach Erweiterung der Funktionalität. Inzwischen ist ja noch ein weiter solcher Vorschlag rein gekommen, der das Single-Forumskonzept dieser Plattform als einzige Freiburger Beteiligungsoption für unzureichend hält.

https://mitmachen.freiburg.de/ecm-politik/stadtfreiburg/de/mapconsultation/51342/single/proposal/310

Clemens

ID: 321 04.12.2018 12:18

Ich setze mal voraus, dass die hier gemachten Verbesserungen durchaus auf dieser Plattform realisiert werden können. So visionär sind sie jetzt auch wieder nicht.
Sollte trotzdem mehrere Plattformen verschiedener Anbieter angedacht werden, so könnte man über eine Schnittstelle zu Verimi eine bestehende Lösung für den "universellen Account" genutzt werden. Positiver Nebeneffekt: Eine einfache Verifizierung wäre ebenfalls integriert.

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Clemens

ID: 310 03.12.2018 13:25

Mein Login hat sich ohne mein Zutun nie verändert oder wurde gelöscht.

Mero

ID: 309 03.12.2018 13:04

Wir sind hier auf der Plattform "dialog-box" der Berliner polidia GmbH. Was dieses "e-Partizipation"-Tool kann und was nicht, läßt sich hier recherchieren.
https://www.polidia.de/kompetenzen/

Wer das hinterfragen will, kann Andere fragen, inwieweit die Plattform den Praxis-Anforderungen stand hält und wo die Grenzen liegen, z.B. in Gießen https://giessen-direkt.de/ecm-politik/giessen/de/home/additionalInfo

Dass die Plattform für eine bestimmte Form der Beteiligung entwickelt wurde, die "unpraktisch" daher kommt, wenn sich Menschen nicht so wie vorgesehen wollen, das sieht man an den Vorschlägen, die ich mal versuche ;-) so zu verlinken
https://mitmachen.freiburg.de/stadtfreiburg/de/mapconsultation/51342/single/proposal/295

Ich vermute jedoch, dass da vor allem ein Datenschutzaspekt entgegen steht, der den Umgang mit der nicht in Freiburg gehosteten Datenbank etwas komplexer machen würde, wenn personenbezogene Daten NICHT automatisch gelöscht werden, sobald der Zweck der Anmeldung erfüllt ist (Privacy by Design) Das ließe sich jedoch sicher regeln, dass man bei der Anmeldung gesondert einwilligen kann, nicht gelöscht zu werden.

Joha

ID: 308 03.12.2018 10:22

Das wäre sehr praktisch!