Freiburg braucht seine InZeitung

ID: 436
Erstellt von Olena am 14.01.2019 um 14:35 Uhr
Kultur

Freiburg braucht seine InZeitung und kann stolz auf sie sein: Als lokale, nicht-kommerzielle, partizipative und interkulturelle Zeitung ist sie einmalig in Deutschland und wurde bereits mehrfach lokal wie bundesweit mit wichtigen Preisen ausgezeichnet.

Die InZeitung spiegelt die Vielfalt der Kulturen und deren unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft wieder, jede Form von Diskriminierung, Ausgrenzung und nationalistischem Populismus werden hier kritisch unter der Lupe genommen. Die Zeitung wird von einem interkulturellen Redaktions-Team gemeinsam gestaltet, jede Ausgabe wird in einem für alle offenen Forum geplant. Sie ist ganz bewusst kein Projekt nur für Migrantinnen und Migranten , sondern richtet sich an die breite Gesamtbevölkerung.

Die InZeitung traut sich auch an komplexe und kontroverse Themen: Was bedeutet öffentlicher Raum für ein interkulturelles Freiburg, welche Rolle spielen Mut und Ängste im globalen Kontext, in Deutschland und in Freiburg, wie ändern sich unsere Werte, und teilen auch die Migrantinnen und Migranten dieseWerte und politischen Überzeugungen, oder sind sie hier genauso unterschiedlicher Meinung wie die deutsche Mehrheitsgesellschaft?

Die Zeitung beschäftigt sich aber auch mit unterhaltsamen und originellen Themen, z.B.: Wie riecht und klingt und wie fühlt sich Freiburg für Menschen aus verschiedenen Kulturen an?

Doch die Zeitung bewegt seit Jahren an der finanziellen Existenzgrenze: Ein Antrag auf Erhöhung durch städtische Unterstützung auf 50.000 Euro ist gestellt. Diese
Summe ist realistisch, um die InZeitung am Leben zu erhalten und - wie ursprünglich
geplant - vier Nummern pro Jahr herauszugeben.

Der jährliche städtische Zuschuss von 30.000 Euro für 3 erscheinende Nummern reicht für eine regelmäßige Erscheinungsweise der InZeitung leider nicht aus, denn bei einer Auflage von über 100.000 Exemplaren und einer haushaltsdeckenden, kostenlosen Verteilung in Freiburg sind vor allem die Druck- und Vertriebskosten hoch. Trotz aller Bemühen und erfolgreichen Anträge könnte sie 2018 nur dank einer unerwarteten großzügigen Unterstützung einiger Leserinnen und Leser der InZeitung mit drei umfangreichen Ausgaben erscheinen.

Unterstützen Sie Migrantinnen und Migranten als Akteure in den Medien! Das ist gerade heute angesichts zunehmender populistischer Propaganda und einem wiedererwachten Nationalismus und Rassismus, leider auch in manchen Medien, wichtig wie selten zuvor.

Kommentare (34)

Eva

27.01.2019 23:49

Von der InZeitung muss es unbedingt mehr und nicht weniger geben! Deshalb bitte den Zuschuss so erhöhen, dass vier Ausgaben im Jahr möglich sind! Es ist wichtig, dass wir jetzt Zeichen gegen den Rechtsruck und Rassismus setzen, und die InZeitung ist eines unserer besten Freiburger Projekte dafür!

Shamim

27.01.2019 14:42

Die InZeitung ist sehr wichtig. Meine Familie und ich lesen es sehr gerne. Es sind immer wichtige und sehr interessante Themen darin.

Martha

26.01.2019 18:50

Ich liebe die In-Zeitung. Unbedingt als Papierzeitung im Amtsblatt in alle Haushalte. Wunderbarer Humor, undogmatisch, nicht zu moralisch und immer wieder überraschende neue Einblicke in Lebenswelten und Themen. Großes Lob auch an die grafische Gestaltung. Wenn etwas dazu beitragen kann, dass sich Freiburg und der Rest der Welt als global, solidarisch, neugierig und vorwärtsgewandt begreifen lernen, dann die In-Zeitung. Also unbedingt so viel Geld wie möglich.
Ich bin nur Leserin, keine Autorin oder gar Redakteurin der In-Zeitung. Einfach nur Fan!!!

Dagmar

26.01.2019 16:39

ein wichtiger Beitrag um ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt und Offenheit zu ermöglichen

Frida

26.01.2019 15:05

Eine Zeitung, die meine Familie einfach liebt!

manegold

25.01.2019 22:52

Sehr wichtig für die Inklusion!

Kurt

25.01.2019 18:11

Gutes Projekt, in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Unbedingt unterstützenswert!

Barbara

25.01.2019 08:04

Ich lese jede Ausgabe dieser Zeitung von vorne bis hinten und finde sie unerlässlich in der Medienlandschaft Freiburgs.

InZeitung

24.01.2019 12:16

"In einer Zeit, in der die anonyme Diskursmaschine im Internet zuweilen heiß läuft, setzt die InZeitung auf den persönlichen Austausch, den direkten Kontakt. Hier verschwendet man offenbar keine Zeit darauf, vor den ohnehin Bekehrten zu predigen.
Und hier hat man auch längst verstanden, was längst noch nicht überall angekommen ist: Nämlich, dass die große Kluft, die diese Gesellschaft derzeit angeblich spaltet, nicht – wie rechte Populisten uns weismachen wollen – zwischen In- und Ausländern, Menschen mit und ohne deutschen Pass verläuft. Sondern entlang viel komplizierterer Linien – entlang der Frage, was eine globalisierte Gesellschaft zusammenhält oder wie viel Ungleichheit sie verträgt? Entlang fein verästelter Einstellungen zu Fragen der Gleichberechtigung, der Teilhabe, zu Minderheiten. 108 Autoren aus 37 Nationen haben bisher für die InZeitung geschrieben – das Ergebnis ist unerhört überraschend, unerhört vielfältig und bisweilen unerhört geistreich" Zitate (von Andrea Edler) Film:
https://inzeitung.de/film/InZeitungKurz.mp4:

Neri

22.01.2019 22:22

Journalist*innen mit einem anderen kulturellen Background sind in der Medienlandschaft unverzichtbar, aber immer noch sehr unterrepräsentiert. Die kulturelle Vielfalt einer Einwanderungsgesellschaft, unterschiedliche Stimmen und Sichtweisen müssen sich auch in den Medien abbilden. Umso wichtiger sind solche Zeitungen wie die InZeitung. Sehr unterstützenswert!