Ambulante Krisenbegleitung für jede/n in Freiburg - ASK e.V.

ID: 460
Erstellt von Ha am 16.01.2019 um 16:00 Uhr
Soziales

ASK! e.V. ist ein im Jahr 2015 gegründeter gemeinnütziger Verein mit dem Zweck, einen ambulanten Hilfedienst in Freiburg und Umgebung für Menschen in schweren psychischen Krisen aufzubauen.
Unser Ziel ist es, nach Möglichkeit stationäre Aufenthalte in einer psychiatrischen Klinik zu vermeiden oder zu verkürzen und eine Alternative zur Einweisung in die Klinik anzubieten.
Wir führen auf ehrenamtlicher Basis Krisenbegleitungen durch.
Die Voraussetzung für eine Krisenbegleitung von ASK e.V. ist das subjektive Erleben einer Krise. Eine Diagnose ist nicht erforderlich. Unser Angebot variiert zwischen einem klärenden Telefonat, persönlichen Gesprächen und Alltagsbegleitung. Ferner bieten wir in Krisensituationen systemische Netzwerkgespräche („Offener Dialog“) mit allen an der Krise beteiligten Personen an, also den Betroffenen, Angehörigen, Freunden oder sonstigen Personen.
Wir sind Mitglied im Gemeindepsychiatrischer Verbund (GPV) Freiburg und seit 2017 Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Freiburg/Breisgau-Hochschwarzwald.
Zurzeit arbeiten wir an der Realisierung folgender weiterer Organisations-Bausteine:
• Ein 24 Stunden-Krisentelefon mit Anlaufstelle. Mit diesem Telefon möchten wir sofortige Beratung, Orientierung und akute Entlastung für Betroffene in psychischen Krisensituationen und deren Angehörige bieten.
• Weiterer Aufbau unseres multiprofessionellen ambulanten Teams, um eine Begleitung durch die Krise in häuslicher Umgebung gewährleisten zu können.
• Eine Krisenwohnung als alltagsnaher Raum, der den Betroffenen Ruhe, Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Unser Team besteht momentan aus drei Personengruppen (trialogisch):
• Menschen, die professionell im Bereich Psychiatrie oder Psychotherapie arbeiten (SozialarbeiterInnen, TherapeutInnen, Pflegekräfte)
• Menschen mit Krisenerfahrung sowie Angehörige mit Fortbildung in Krisenbegleitung
• Engagierte BürgerhelferInnen
Um die oben genannten Organisationsbausteine zu realisieren, brauchen wir die Unterstützung der Stadt Freiburg.
Im ersten Schritt brauchen wir die Finanzierung der zentralen Anlaufstelle: eine Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnung, die Büro mit Krisentelefon, Besprechungsraum und Krisenbett beinhaltet.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Stimme geben. Unsere Vision ist, dass jede/r Freiburger BürgerIn in einer seelischen Krisensituation die Möglichkeit hat, durch eine Krise von ASK e.V. ambulant begleitet zu werden.

Kommentare (23)

SummerCat

ID: 3.031 27.01.2019 16:23

Eine Anlaufstation für Menschen in einer akkuten psychischen Krise, für die keine Hemmschwelle in Höhe eines Antrags auf Psychotherapie oder gar einer Aufnahme in eine Psychiatrie besteht, ist wichtig. Manche Menschen, die Hilfe brauchen könnten, empfinden sich gar nicht als hilfeberechtigt oder sie schaffen, gerade bei Depressionen, den großen Organisationsaufwand nicht, den es braucht, um eine wie auch immer geartete Therapie zu bekommen.
Und manchmal ist es ja vielleicht auch wirklich nur eine kleine Krise, die sich aber, wenn sie ungelöst bleibt zu einem langwierigen Problem verkompliziert. Schnelle Erreichbarkeit von Beratung ist da sehr hilfreich.

Rebecca

ID: 2.927 26.01.2019 22:04

Eine wunderbare Idee. Viele psychiatrieerfahrene Menschen können sich aufgrund belastender Erfahrungen nicht (mehr) auf psychiatrische Kliniken einlassen. Eine ambulante Betreuung in dieser Form könnte dafür Sorge tragen, dass diese Menschen trotzdem die Begleitung erhalten, die sie benötigen. Absolut unterstützenswert!

Maeggie

ID: 2.889 26.01.2019 17:08

Als Angehörige einer psychisch kranken Schwester finde ich außerstationäre Krisenbegleitung unbedingt notwendig. Deshalb ist ASK e.V. äußerst wichtig und sollte auch finanziell von der Stadt Freiburg unterstützt werden.

Juditta

ID: 2.871 26.01.2019 16:21

Ganz wichtiges Projekt für Menschen in Krisen, die sich in der Psychiatrie nicht gut aufgehoben fühlen/ nicht gut aufgehoben sind.

Sabine

ID: 2.870 26.01.2019 16:19

Die Versorgung von psychisch Krankern ist absolut defizitär

Gabriele

ID: 2.625 25.01.2019 11:02

Ganz wichtig für viele Menschen , dieses Thema aus der Tabuzone zu holen und offen damit umzugehen.Es gäbe weniger Gewalt und Frust in unserer Welt.

M.H.

ID: 2.099 22.01.2019 13:04

Das ist eine sehr sinnvolle Initiative, die es wert ist, von der Stadt Freiburg unterstützt zu werden.

Clemens

ID: 2.067 22.01.2019 11:20

In Freiburg scheint es inzwischen üblich zu sein, einen Verein zu gründen, um anschließend indirekt seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

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Moderation

Kommentar der Moderation
ID: 2.113 22.01.2019 13:47

Hallo Clemens und Christoph, wir freuen uns über sachliche Diskussionen, bei denen alle User_innen respektvoll behandelt werden.

Sophie

ID: 1.964 21.01.2019 18:23

Jede Stadt braucht eine Anlaufstelle für schwere psychische Krisen, die nicht gleich Psychiatrie heißt. Seit 2015 ehrenamtlich unterwegs das ist viel soziales Arrangement, bravo. 2019 soll Ask.e.V. unbedingt mit einer Finanzspritze der Stadt Freiburg gewürdigt werden. Danke ☺

Klaus

ID: 1.954 21.01.2019 17:16

Prima Idee, auch gerade als niederschwelliges Angebot, Damit kann früh geholfen werden.