Pannenticket - Fahrradmitnahme in Straßenbahn bei Panne

ID: 517
Erstellt von Peter am 19.01.2019 um 23:06 Uhr
Sport und Freizeit Verkehr

Mit einem "Pannenticket" dürfen Fahrräder in der Straßenbahn transportiert werden.
Freiburg will den Radverkehranteil weiter erhöhen, doch von vielen Radfahrern habe ich schon von folgendem Problem gehört: Man hat eine Panne irgendwo in der Stadt, die die Weiterfahrt unmöglich macht. Da in den Straßenbahnen und Bussen die Mitnahme bisher verboten ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als das Rad den ganzen Weg nach Hause oder zu einer Werkstatt zu schieben oder das Rad abschließen und mit Werkzeug oder einem Auto zum Radtransport später wieder zu kommen. Alle Optionen sind sehr aufwändig und ein großes Ärgernis.

Die Lösung wäre die Mitnahme mit der Straßenbahn der VAG. Damit diese auch wirklich nur im Notfall genutzt wird, plädiere ich für die Einführung eines "Pannentickets" das 5 Euro kostet. Für diesen Preis transportiert man sein Rad auch nicht für ein paar 100 Meter, sondern nur wenn es wirklich weit wäre. Natürlich könnten Einschränungen bei der Nutzung gemacht werden. Z.B. Kinderwägen und Rollstühle haben Vorrang und man könnte die Mitnahme nur außerhalb der Stoßzeiten erlauben oder generell bei vollen Bahnen "Personen vor Rädern" als Regel ausrufen.
Ich maße mir nicht an eine komplette Freigabe der Radmitnahme zu fordern, wobei auch das in einigen deutschen und europäischen Städten funktioniert (z.B. Augsburg: https://www.sw-augsburg.de/mobilitaet/swa-bus-tram/fahrradmitnahme/) In Freiburg aber wohl Vorbehalte herrschen.
Mit dem Pannenticket könnte man aber ohne großen Aufwand einen Beitrag leisten, damit Radfahren und die zwangsläufig irgendwann kommenden Pannen den Bürger_innnen nicht den Spaß an der Nutzung des Rades vermiesen.

Kommentare (4)

GH

ID: 1.957 21.01.2019 17:34

Ja, in anderen Städten funktioniert das bereits.. Freiburg will Radstadt sein und hinkt hinterher. Radträger an Bussen sollten ebenso umgesetzt werden.

ApudB

ID: 1.850 21.01.2019 09:45

Guter Vorschlag, zu Stoßzeiten allerdings vielleicht schwer umzusetzen.

Jules

ID: 1.834 20.01.2019 22:17

Vor einiger Zeit bin ich auf dem Weg zur Arbeit mit dem Rad hinter Ebnet gestürzt. Da das Rad nicht mehr fahrtüchtig war und ich leicht verletzt war, blieb mir nur noch die Möglichkeit bis Littenweiler zurück zu laufen und dort in die Straßenbahn Linie 1 mit dem Rad einzusteigen, um mich zu Hause (damals Unterwiehre) kurz zu versorgen, um dann möglichst nicht allzu spät zur Arbeit zu kommen.
Jedoch verwehrte mir ein selbst ernannter Freiburger "Ordnungshüter" den Zugang, indem er mich lauthals schreiend zur Straßenbahn hinausschob, mit dem Argument, dass die Fahrradmitnahme verboten sei ohne meine blutenden Verletzungen und mein Missgeschick auch überhaupt nur eine Sekunde ernst zu nehmen.
Ich finde den Vorschlag mit den 5€ hervorragend, nicht nur damit solchen unempathischen Mitbürgern das Handwerk gelegt wird, sondern dass in einer Notlage unbürokratische Ausnahmen möglich sind. So zeigt man der großen Freiburger Fahrradfahrer-Gemeinde, dass man sie von Seiten der Stadt auch ernst nimmt. Niemand wird diese Fahrten ausnutzen, denn die 5€ wird nur der lösen, der sich auch in einer Notlage befindet, so wie ich damals, als ich schauen musste, dass ich nicht all zu spät zur Arbeit kam, nachdem ich sonst hätte 4km zu Fuß laufen müssen und das Rad hätte stehen lassen müssen.

Sehr_Gerne

ID: 1.778 20.01.2019 15:10

Im RMV kann man Fahrräder wohlgemerkt auch in Bussen mitnehmen.

"Sicherheit" bitte nur als Gegenargument bringen, wenn ein direkter Verweis auf eine öffentlich zugängliche Norm/Gesetz/Verordnung vorliegt. Ansonsten ist "Sischerheid" immer ein gerne genutztes Schwachsinns-Argument.