Dietenbach klimaneutral bauen!

ID: 697
Erstellt von Emma am 05.01.2021 um 12:32 Uhr

Der Stadtteil Dietenbach soll ja klimaneutral werden. Wie kann aber ein Stadtteil klimaneutral sein, wenn er nicht klimaneutral gebaut wird? Anstatt Betonhäusern sollten umweltfreundliche Baumethoden, wie zum Beispiel die Holzbauweise genutzt werden. Außerdem wäre es schön, wenn der Stadtteil von Anfang an als autofrei geplant werden würde und das dann auch umgesetzt wird (anders als im Vauban). Ein großes Parkhaus zu bauen, halte ich für den falschen Ansatz.

Kommentare (10)

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Inbetween

ID: 7.036 26.01.2021 19:46

Ja Timo, sie sind ökologischer, in Herstellung und Nutzung.

Timo

ID: 6.783 25.01.2021 23:09

Ich frage mich, ob Holzhäuser wirklich ökologischer sind als welche aus Beton oder Stein.
Immerhin müssen dafür ja Bäume gerodet werden, von denen es nicht gerade zu viele gibt.

Joseph

ID: 6.881 26.01.2021 12:48

Ääähm, doch.
https://industriemagazin.at/a/holzmarkt-preise-im-keller-nachfrage-immens-importe-auf-neuem-hoechststand

Und gerade die Forstwirtschaft im Schwarzwald leidet gerade unter der hiesigen Monokultur und dem Klimawandel. Für jeden Baum, der hier mit FSC-Gütesiegel abgeholzt wird und wieder aufgeforstet wird, wächst ein neuer Baum, der CO2 der Atmosphäre entzieht.

Fritz

ID: 5.436 18.01.2021 16:42

Mega guter Vorschlag. Es gibt auch die Bauweise mit Stroh als Isolationsmaterial, hier ein Video: https://www.youtube.com/watch?v=ugC5m3uhWsY

KarlHK

ID: 5.324 17.01.2021 14:48

Nicht nur im künftigen Dietenbach, auch im Rieselfeld und in anderen Stadtteilen stehen zu viele Autos und zunehmend viele Wohnmobile rum. Zwei Vorschläge:
1. Prüfen, ob z.B. nicht genutzte TG-Plätze über ein Portal gefunden und angemietet werden können. 2. Für Wohnmobile könnten gegen Gebühr, ggf. (städtisch bewirtschaftete) Flächen am Rande von Gemeinden und Ortschaften zur Verfügung gestellt werden, bzw. einige zugelassene Straßen, wo diese (sicher) abgestellt werden könnten und im Gegenzug Wohnstrassen dafür gesperrt werden.

Bobbele_im_Vauban

ID: 4.847 12.01.2021 04:06

Im Vauban hat die Stadt das von uns Bürger*innen erarbeitete Verkehrskonzept sehr stark verwässert. Wir konnten nur einen Teil davon politisch durchsetzen. Die im Vergleich zur Einwohner*innenzahl sehr wenigen Autos dominieren dennoch den ganzen Stadtteil. Die Stadt geht viel zu wenig gegen Falschparker*innen vor und weigert sich (wie ich aus zuverlässiger Quelle gehört habe), gegen diejenigen, die eine „Autofrei-Erklärung“ abgegeben haben, obwohl sie ein Auto nutzen, die dafür nach dem Baurecht (nicht Straßenverkehrsrecht!) fälligen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro (Fünfzigtausend!) zu verhängen. Wohlgemerkt, das sind ein paar Wenige, die denen, die sich hier darum kümmern, bekannt sind…

Da sich gerade Menschen, die wenig Geld haben, kein Auto leisten können, man hier in Freiburg kein Auto braucht (sofern man nicht die Voraussetzungen für eine Schwerbehinderten-Parkberechtigung erfüllt und nicht in den teuren Hanglagen, im Griestal, Welchental, Kleintal, oberhalb der Molzhofsiedlung im Großtal, den Schlatthöfen oder auf dem Mundenhof wohnt) und es unter jungen Leuten heutzutage voll uncool ist, solch eine benzinfressende, platzraubende Blechkiste sein eigen zu nennen, gibt es mit Sicherheit weitaus mehr Menschen, die gern ohne eigenes Auto in Dietenbach wohnen würden, als dort Wohnraum finden werden.

Daher spricht überhaupt nichts dagegen, Dietenbach komplett autofrei zu bebauen. Wem das nicht gefällt, der kann ja in die dann frei werdenden Wohnungen mit Tiefgaragenplatz in anderen Stadtteilen ziehen. Und das meine ich nicht ironisch, sondern ganz im Ernst.

Nebenbei: Wer kein Auto hat, aber zwangsweise einen Tiefgaragenplatz zu seiner Wohnung dazumieten muß, und das Glück hat, ihn weitervermieten zu können, zahlt trotzdem die Hälfte der tatsächlichen Stellplatzkosten selber. Die steckt nämlich in der Kaltmiete drin! Das war auch einer der Gründe, weswegen viele Leute, die damals im Vauban bauen und wohnen wollten, sich für das „autofrei/stellplatzfrei“-Konzept starkgemacht hatten, mit Quartiersgaragen am Stadtteilrand, die allein von den Autobesitzer*innen bezahlt werden sollten.

Elias

ID: 4.763 11.01.2021 09:31

Sehr guter Punkt Emma!
Es wäre höchst ineffizient, beim Klimaschutz nur auf die Nutzungsphase zu achten. Je besser der Energiestandard, desto absurder ist es den CO2-Impact der Bauphase zu ignorieren. Für die Holzbauweise entstehen nicht zwingend Mehrkosten und das bei einem um bis zu 56 % geringeren CO2-Fußabdruck. Wo sonst bekommt man so viel Klimaschutz kostenlos.

Andrea

ID: 4.458 05.01.2021 13:36

Grundsätzlich ja; allerdings sollte eine klimaneutrale Bauweise des Dietenbachgeländes nicht dazu führen,
dass langfristig bezahlbarerer Wohnraum verloren geht. Wichtiger ist es, den Bewohnern in Freiburg langfristig bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, und zwar allen Bewohnern in Freiburg. In Freiburg und Umgebung sind die Mieten in Freiburg höher gestiegen als die Einkünften in Freiburg und Umgebung.
Auch dem zunehmenden Wahnsinn, Wohneigentum zu Lasten von Mietwohnungen zu schaffen, sollte eingeschränkt werden.
Aufgrund der niedrigen Zinsen suchen Investoren in der Immobilienwirtschaft die Möglichkeit Gewinne zu erzielen, da Gewinn auf dem Kapitalmarkt schwer zu erwirtschaften sind. Dies führt wiederum zu steigenden Immobilienpreisen und damit zu höheren Mieten. Zum Großteil sind die steigenden Immobilienpreise von einer Kleinfamilie nicht mehr zu finanzieren. Eine soziale Stadt sollte daher gut überlegen will, ob sie ihre Bürger in eine Schuldenlast in Form von Kreditfinanzierungen in bezahlbares Wohneigentum treiben möchte.

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Andreas

ID: 4.630 08.01.2021 20:33

Es stimmt immer noch nicht, daß z.B. Passivhäuser oder Nullenergiehäuser mit einem Mehrpreis über auch nur 30 Jahre verbunden sind. Schon das erste Mehrfamilienhaus in Passivhausbauweise von Deutschland das in FR gebaut wurde hatte nur 7% Mehrkosten, die sich inzwischen fast zweimal amortisiert haben. www.passivhaus-vauban.de - für 90 Quadratmeter Wohnfläche zahlt man dort nur ca. 130 EUR Heizkosten pro JAHR! Auch hat sich Holz und z.B. Recycling-Zellulose als Dämmstoff längst durchgesetzt. Es entstehen nur deshalb so wenig Nullenergiehäuser weil die meisten lediglich so weit gehen wie es die Förderung durch KfW-Standard vorsieht und weil viele Lüftungen schlecht geplant werden. Würde man nachrechnen, wäre das Nullenergiehaus seit fast 20 Jahren günstiger in der Summe aller Kosten über 30 Jahre.