Optimierung des Radschnellwegs FR1 (Dreisam)

ID: 729
Erstellt von SGJ am 08.01.2021 um 14:29 Uhr

Der Radschnellweg FR1 (Dreisam) ist trotz teilweiser Umbaumaßnahmen im Bereich der Innerstadt teilweise zu schmal, weißt teils signifikante Schäden der Fahrbahn auf, ist Abends und Nachts zu schlecht beleuchtet und mancherorts stark von Fußgänger*innen frequentiert. Diese führt häufig zu gefährlichen Situationen.
Ich schlage deshalb folgende Maßnahmen vor:
(A) Verbreiterung der Fahrbahn auf durchgehend mindestens 1,85m
(B) Ausbau der Beleuchtung des Fahrradwegs
(C) Sanierung der Fahrbahnoberfläche
(D) Fußgänger*innenverbot auf dem Radschnellweg zumindest im Bereich der Innenstadt

Kommentare (23)

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German

ID: 5.703 20.01.2021 22:26

volle Zustimmung. Im Zweifel reicht ein Blick in die Niederlande oder nach Dänemark. Dort macht man seit Jahrzehnten vor, wovon wir hier in D nur träumen...

blaubfr

ID: 5.685 20.01.2021 20:42

Radschnellwege finde ich gut, diese sollten aber durch die Radfahrer selbst finanziert werden. Straßen für Kraftfahrzeuge werden auch durch PKW und LKW finanziert, wer gleiche Rechte möchte, sollte auch die gleichen Pflichten tragen. Außerdem sollte es (weil es sich um Schnellwege handelt) eine obligatorische Haftpflichtversicherung für alle Nutzer der Schnellwege geben. Somit kommen wir zu einer Registrierung der Fahrräder nach Schweizer Vorbild.

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Ronito

ID: 6.466 24.01.2021 20:18

Dann sollten - nur logisch - auch alle externen Verkehrskosten wie nachgelagerte Unfall- und Klimakosten auf Autofahrer verlagert werden.

Auch das "Schweizer Vorbild" existiert seit gut 10 Jahren nicht mehr. Warum wohl?

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Fritz

ID: 5.433 18.01.2021 16:33

sau gefährlich an manchen Stellen, v.a. mit Fahrradanhänger ist man froh, wenn kein anderer mit Anhänger entgegenkommt

blaubfr

ID: 6.483 24.01.2021 20:42

Daher nur mit Radfahrer-Haftpflicht realisierbar.

Monika

ID: 5.389 17.01.2021 23:31

Sehr gut, FR1 ist toll, aber sehr belastet und gefährlich.

Peter

ID: 5.333 17.01.2021 15:31

Zustimmung! Allgemein gibt es bei den Radwegen für Pendler*innen noch großes Optimierungspotenzial. Die wichtigste Ost-West-Achse an der Dreisam ist zu schmal und überlastet. Bei der Nord-Süd-Querung der Innenstadt gab es Verbesserungen durch die neue Kronenbrücke, doch der Radweg am Schwabentorring nordwärts sowie die Abbiegung von dort in die Kartäuserstraße sind nach wie vor eine Zumutung. Auch dort besteht dringender Handlungsbedarf.

MartinGuntram

ID: 4.982 13.01.2021 21:37

Dass diese Route sowohl Werktags als auch am Wochenende überlastet ist, sollte jedme klar sein der da mal unterwegs war. 1.85m ist wohl ein Tipfehler. Für diese Verkehrsdichte in der Kombination schneller ebiker und Rennradler, Familienradler mit und ohne Anhänger, Gemütlichradler, Kinderradler, Lastenräder ... was Überholvorgänge provoziert und das im Gegenverkehr auf beiden Seiten, sind 3.85 wohl eine geeignetere Breite. Dass die Topographie an dieser Stelle schwierig ist, ist unbenommen. Deshalb aber vorneweg zu sagen, geht nicht, ist etwas billig. Da sind kreative Lösungen gefragt. Vielleicht hilft der Blick in wirkliche Fahradstädt wie Kopenhagen, Amsterdam, ... . Nicht falsch verstehen liebes Garten und tiefbauamt. Es wurde schon einiges getan in Freiburg. Aber das ist kein Grund sich darauf auszuruhen. Im Gegenteil solange die Situation nicht befriedigend ist, müssen wir dran bleiben.

SGJ

ID: 5.470 18.01.2021 18:33

Lieber MartinGuntram,
Danke für Ihren Kommentar. Bezüglich der 1,85m handelt es sich von meiner Seite schlichtweg um eine Fehleinschätzung (und basiert auf einem Artikel, den ich irgendwann einmal bezüglich Fahrradwegen in Großstädten gelesen habe). Ich freue mich deshalb über die Berichtigungen und großzügigeren Vorschläge anderer („Florian“, „WeJo“) hinsichtlich der Fahrbahnbreite.

Stadt Freiburg

Kommentar der Moderation
ID: 4.962 13.01.2021 17:25

Hallo SGJ,
wir haben den Vorschlag an das zuständige Garten- und Tiefbauamt weitergeleitet und folgende Antwort erhalten:
Bei dem FR1 handelt es sich nicht um einen sogenannten "Radschnellweg", sondern um eine Rad-Vorrang-Route. Die vorgegebenen Standards für Radschnellwege sind hier aufgrund der Randbedingungen (Bauwerke, Topographie, Gewässer samt Rückstauraum, Vegetation etc.) sicher nicht erreichbar.
Als Rad-Vorrang-Route wurden einige Bereiche (sowohl im engen Innenstadtbereich als auch außerhalb) in den letzten Jahren aufwändig ausgebaut, Beleuchtung und Belag sind aus Sicht des Garten- und Tiefbauamtes durchgängig in Ordnung (sonst bitte gerne konkretisieren an welchen Stellen es in ihren Augen einer Sanierung oder Beleuchtung bedarf). Auf der gesamten Länge zwischen Ebnet und Umkirch gibt es kaum Abschnitte unter 2,0 Meter.
Hinweisschilder für Zu-Fuß-Gehende auf die Bedeutung für den Radverkehr sind an allen Zugängen vorhanden verbunden mit der Bitte, als Zu-Fuß-Gehende die Nordseite zu benutzen. Ein Verbot zu Lasten des Fußverkehrs halten wir nicht für angebracht - aus unserer Sicht ist bei rücksichtsvollem Verhalten ein Miteinander auch möglich.
Weitere Abschnitte des FR1 (z.B. Höhe Brauerei Ganter) sollen in näherer Zukunft ausgebaut werden.
Mehr: https://www.freiburg.de/radkonzept/

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Merlin ät StadtWandler.org

ID: 6.561 25.01.2021 00:55

Aus Interesse: Wurde eine solche Verbreiterung nicht vor 5 Jahren (oder waren's schon 8? Tempus fugit...) immer jeweils für kommendes Jahr angekündigt? Was ist seither passiert?

Florian

ID: 4.810 11.01.2021 21:32

Optimierung definitiv nötig, aber 1,85m reichen bei weitem nicht aus, um dem derzeitigen Radverkehr gerecht zu werden; geschweige denn den steigenden Radverkehrszahlen.

WeJo

ID: 4.705 09.01.2021 21:54

FR1 hat gravierende Nachteile:
- Sicherheitsprobleme für langsam fahrende Teilnehmende
- an mehreren Stellen viel zu schmal
- für eine tatsächliche Alternative zum Fahrn auf der Straße (Berufsverkehr, Lastenfahrräder, Kinderanhänger, langsame Teilnehmer, E-Bikes...) absolut nicht ausreichend und zukunftstauglich!!
4m Breite sind ein Muss für einen solchen Radweg, 1.85 ist unterdimensioniert und hilft nur über die Akutprobleme

Bobbele_im_Vauban

ID: 4.835 12.01.2021 01:04

Das finde ich auch! Für reaktionsschnelle, mutige und sportliche Solo-Radler*innen mit Nerven wie Drahtseilen bedingt geeignet, aber - ausgenommen östlich der Fabrikstr. - nichts für Fahrradanhänger und Lastenräder. Am gefährlichsten finde ich die Geländer - lieber wie früher nahe der Kante balancieren und den Absturz in die Botanik riskieren als am Geländer hängenzubleiben.

Bernie

ID: 4.702 09.01.2021 21:21

FR1 ist eigentlich eine tolle Strecke entlang der Dreisam. In der Tat eine tolle Alternative zum Autofahren. Leider aber viel zu eng und deshalb gefährlich. Fußgänger sollten diese Strecke nicht nutzen dürfen. Sonst sind auch schwere Unfälle vorprogrammiert.