Neues Müllkonzept

ID: 737
Erstellt von Clemens am 09.01.2021 um 11:29 Uhr

Freiburg besitzt auf Grund veralteter Strukturen und Techniken eine der höchsten Müllgebühren in Baden-Württemberg. Neben den reinen Gebühren hat jeder Haushalt noch weitere teure Mietflächen zur Aufrechterhaltung dieses Systems zur Verfügung zu stellen. Die Rattenplage hat ständig zugenommen.
Im Dietenbach soll erstmals ein neues Logistikkonzept mit mehr Zentralisierung errichtet werden. Hieran muss auch für die bestehenden Stadtteile angeknüpft werden. Dies reicht von der Logistik bis zur zentralen umweltfördernden Recyclinganlage. Die Stadt Freiburg sollte hierfür erste Planungsgelder zur Verfügung stellen, mit dem Ziel, eine zeitgemäße und vor allem endlich deutlich billigere Müllentsorgung für die Bürger zu erstellen

Kommentare (13)

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Flo

ID: 6.067 22.01.2021 18:32

Endlich Tonnen für gelben Sack bereitstellen!

Clemens

ID: 6.073 22.01.2021 18:49

Sicherlich wäre es eine minimale Verbesserung, aber nicht der zukunftsorientierte Wurf, den eigentlich diese ehemalige "Green City" schon vor Jahren hätte leisten müssen. Weg mit den ganzen Tonnen! Zentrale Entsorgung und Sortierung bei gleichzeitiger Senkung der viel zu teuren Abfallgebühren! Diese Mülltrennung auf Kosten der Haushalte hat doch nur noch eine pseudopädagogischen Charakter für prekäre Lebensverhältnisse.
Wer reitet schon auf einem toten Pferd!!!

Johannes Kohlschütter

ID: 5.642 20.01.2021 16:59

Abfallbehälter besser ausnutzen - Regelvolumen zur Regel machen

Ein grundsätzlich neuer Ansatz bei der Sammlung der Abfälle - zum Beispiel nach dem Vorbild von Ljubljana - ist zu begrüßen und sollte ernsthaft geprüft werden.
Die dafür notwendigen Änderungen werden eine gewisse Zeit brauchen, schon aufgrund der erforderlichen Baumaßnahmen und des Finanzbedarfs.
Bis dahin ließe sich die Lage schon mit hauptsächlich organisatorischen Maßnahmen bessern:

Derzeit gilt bei den Abfallgebühren der Grundsatz "wer wenig Volumen braucht, zahlt auch wenig".
Er ist grundsätzlich sinnvoll, führt jedoch dazu, dass viele Haushalte separate Behälter mit nur 35 Liter Volumen bestellen.
Deshalb stehen in den Straßen viele mit Einsatz auf 35 Liter verkleinerte 140-Liter-Behälter. Sie machen einen erheblichen Anteil aller Behälter aus
(z.B. rund 60% bei einer eigenen Zählung in überwiegend mit Mehrfamilienhäusern bebauten Straßen).

Diese nicht ausgenutzten Behälter brauchen unnötig Platz und verursachen unnötige Arbeit für die ASF-Mitarbeiter.
Die ASF sollte einfacher von der Möglichkeit Gebrauch machen können, nur einen gemeinsamen Behälter für mehrere Parteien zu stellen und das Regelvolumen abzurechnen.

Deshalb sollte § 10 Absatz 3 der Abfallwirtschaftssatzung (Anordnungsbefugnis ) so geändert werden, dass ein gemeinsamer Behälter nicht mehr nur
"in begründeten Ausnahmefällen" erlaubt, sondern bei Mehrfamilienhäusern die Regel ist.

Vorsichtig geschätzt erscheinen mir dadurch Zeitersparnisse bei der Abfallsammlung von 10-20% für machbar.

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Clemens

ID: 5.794 21.01.2021 16:32

Hallo Johannes, Danke für deinen konstruktiven Kommentar und vor allem deine öffentliche Relativierung.
Neben den von der ASF gegenüber Dir geäußerten Bedenken führt die Mehrparteiennutzung in manchen Gegenden ebenfalls dazu, dass "Müllgemeinschaften z.B. Flächen für die Behälter versiegeln und Einzäunen. Oft kommt es auch zum Nachbarschaftsstreit, wenn Müll in einem fremden Behälter entsorgt wird. Dieses sollte eigentlich in der heutigen Zeit nicht mehr nötig sein. Eine hochtechnologisierte, zentrale Müllanlage ist die einfachste Lösung.
Jeder Haushalt hat dann wieder seinen Mülleimer "für Alles" und zweimal im Jahr gibt es Termine für den Sperrmüll. Damit wären alle zwischenmenschlichen Probleme gelöst und die Recyclingquote in Freiburg würde deutlich steigen.

Monika

ID: 5.388 17.01.2021 23:27

Auch wenn die Müllgebühren in Freiburg etwas höher sind, wir haben dafür auch ein sehr gutes und bürgerfreundliches System! Das sind mir die Kosten wert.

tempo

ID: 5.280 17.01.2021 10:55

Nicht das Einsammeln sollte optimiert sondern die Entstehung vermieden werden. Wie wär's stattdessen mit Unterstützung von Reparaturcafés und Konzepten für den Handel/Gastronomie?

Jannick

ID: 4.801 11.01.2021 20:37

Ich habe nicht das Gefühl, dass sie sich mit dem Müllkonzept auseinader gesetzt haben, immer möglichst billig ist keine Lösung. Der Müll muss fachgerecht entsorgt bzw. die Materialien dem Kreislauf wieder hinzugeführt. Freiburg hat ein sehr gutes System und auch einer der besten Recylingquoten Deutschlands. Lieber zahle ich mehr für eine fachgerechte Entsorgung als das es möglichst billig ist. Und jede*r Mensch kann Führungen bei der ASF oder bei Remondis machen und sich erklären lassen, was mit dem Freiburger Müll passiert,

Stadt Freiburg

Kommentar der Moderation
ID: 4.794 11.01.2021 17:25

Hallo Clemens, das Konzept der Abfallwirtschaft gibt es seit 1991. Das aktuelle Abfallkonzept ist aus dem Jahr 2019 und legt den Fokus auf eine Recycling- und Ressourcenwirtschaft. Heute stehen die Ziele Serviceorientierung, Ressourcen- und Klimaschutz, Gebührengerechtigkeit und Ökonomie im Mittelpunkt der Freiburger Abfallwirtschaft. Das Abfallkonzept und Informationen zu den Abfallgebühren finden Sie hier: https://www.freiburg.de/abfallkonzept

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Clemens

ID: 4.867 12.01.2021 09:31

Und? Was sind die Konsequenzen dieses "Konzeptes"?
Lange Schlangen laufender Autos vor den Recycklinghöfen!
Verbrauch von teuerster Mietfläche in den Wohnungen!
Zunehmende Fremdentsorgung durch Heushalte, die sich die zusätzlichen Kosten nicht mehr leisten können!
Zuhnehmend Ratten im gesamten Stadtgebiet!
Soweit mir bekannt, hat die Stadt bereits bei Studentensiedlungen (!) und einigen Straßenzügen in Haslach und Weingarten kapituliert, verzichtet auf grüne Tonnen und räumt den Müll vor den Häusern großflächig auf. (Bin aber gerne belehrbar!). Dies wird weiterhin leider(!) Schule machen.
Eine zentralisierte Ensorgung und Logistig wäre effizienter und somit auch ökologischer. Auf den Lorbeeren von 1991 sollte man sich nicht ausruhen, sondern im Gegenteil den technischen Fortschritt endlich integrieren.
Die Müllentsorgung in Freiburg muss definitiv billiger werden!

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