Pfandsystem für Mehrweg-Essensbehälter - die nachhaltige Alternative zu Take Away Einwegverpackung

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Erstellt von Noreen am 10.01.2021 um 17:38 Uhr

Ich schlage vor, dass die Stadt Freiburg als Ergänzung zum FreiburgCup ein Pfandsystem für Mehrweg-Essensbehälter einführt um den Abfall durch Take Away Einwegverpackungen zu reduzieren und die dadurch entstehende Umweltverschmutzung einzudämmen.
Der FreibrugCup zeigt bereits, dass ein Mehrweg-Pfandsystem funktioniert. Bei inzwischen 145 teilnehmenden Betrieben in ganz Freiburg gibt es den FreiburgCup (https://freiburgcup.de ). Ein Mehrweg-Pfandsystem für Essensbehälter ist für alle Gastronomiebetriebe mit einem Take Away Angebot nutzbar. Mittlerweile bietet ein Großteil der Restaurants und Cafés Take Away an.

Durch die Regelung zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist die Gastronomie eine der Wirtschaftsbereiche, die wohl die Corona-Krise schwer trifft. Seit Wochen nun ist nur der Take Way Verkauf möglich. Die damit einhergehenden Einwegverpackungen scheinen hier wohl ein akzeptierbares Übel, welches allerdings vermeidbar ist. Denn hier bietet sich die Gelegenheit für die Stadt Freiburg anzuknüpfen. Die Corona-Krise bringt auch Chancen und hier bietet sich eine, die es ermöglicht nicht nur die Gastronomie zu unterstützen, sondern auch der Klima-Krise entgegenzuwirken. Ein Pfandsystem für Mehrweg-Essensbehälter ist Teil des Wandels zu einer zukunftsorientierten, nachhaltigen Stadt.

Die Einführung eines stadtweiten Pfandsystems für Mehrweg-Essensbehälter trägt zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung bei. Damit reduzieren sich die Take Away Einwegverpackungen, es gibt weniger Müll im öffentlichen Raum und den öffentlichen Mülleimern. Langfristig führt dies zu geringeren Entsorgungskosten.

In Freiburg gibt es bereits einige Restaurants und Cafès, die ein Pfandsystem für Mehrweg-Essensbehälter nutzen. Mit einer Kooperation eines Anbieters würde die Stadt die Teilnahme von weiteren Gastronomiebetrieben fördern. Somit würde Freiburg mal wieder eine Vorreiterrolle einnehmen und als eine der ersten Städte deutschlandweit ein solches Angebot zur Verfügung stellen.

Foto: Greta RECUP, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons

Kommentare (11)

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BarN

ID: 6.696 25.01.2021 17:28

Wir können das alle selbst beeinflussen und unsere Eigenverantwortung geht es nicht: Es gibt bereits Gastronomen, die nachhaltige Optionen anbieten, ebenso kann man in vielen Restaurants seine eigenen Gefäße befüllen lassen.

Merlin ät StadtWandler.org

ID: 6.557 25.01.2021 00:27

Her damit! Das könnte die gesamte Essens-Liefer-Branche wesentlich nachhaltiger machen und Initialzündung für neue Geschäftsmodelle sein (hab da schon Ideen ;-).

Stephanie

ID: 6.543 24.01.2021 23:20

Super Idee.
Parallel sollten die Gastronomen auch daraufhin sensibilisiert werden, Essen zum Mitnehmen in eigene, mitgebrachte Behälter zu füllen. (Zero Waste)

Maria St.

ID: 6.293 23.01.2021 20:53

Super! Bitte leicht und hygienisch sicher zu reinigen sowie frei von Schadstoffen

Wie oft hatte ich keinen Behälter dabei und dann entweder nichts gekauft - oder ein schlechtes Gewissen wegen Müllvermehrung.

Folkmar

ID: 6.138 22.01.2021 22:33

Es gab gerade heute (22.01.) einen Bericht in der Landesschau Baden-Württemberg aus Mannheim. Da wird das so gemacht wie hier vorgeschlagen. Bitte übernehmen!

Elisabeth

ID: 5.144 15.01.2021 16:07

Super Idee, und vielleicht könnte man den Freiburg-Cup noch etwas ausbauen, das mehr Geschäfte selbstverständlich mitmachen!

Juli

ID: 5.047 14.01.2021 16:27

Nicht nur, aber noch mehr in Pandemie-To Go-Zeiten finde ich das total wichtig!

Bobbele_im_Vauban

ID: 4.909 12.01.2021 18:15

Sehr guter Vorschlag, um Kosten zu sparen! Denn zahlen müssen dafür die Gastronomiebetriebe, die bislang der Stadt die Entsorgungskosten für ihre Einwegverpackungen aufbürden dürfen. Unterm Strich werden sich die Investitionen in Mehrwegbehälter nach einiger Zeit amortisieren, sodaß der Gastronomie dadurch mittelfristig kein Schaden entsteht.

Ich bitte aber dringend, darauf zu achten, daß die Behälter schadstoffrei sein müssen, damit die Speisen nicht – wie bei Getränkeflaschen aus Kunststoff oder sogar bei Baby-Fläschchen – mit gesundheitsschädlichen Substanzen verunreinigt werden, die aus dem Behältermaterial in die Speisen übergehen. Und damit meine ich nicht nur Bisphenol A und Bisphenol S oder Phtalate, sondern auch alles Mögliche Andere, was mir als Nicht-Chemiker gar nicht einfällt. Bitte holen Sie dazu ein Gutachten ein!

ALena

ID: 4.857 12.01.2021 09:09

Finde ich auch eine prima Idee. Zumal ich gestern gesehen habe, dass dieser neue Burgerladen in der Kajo alles in ALU packt *pfui*

selma55

ID: 4.805 11.01.2021 20:49

Sehr gut, längst überfällig!!!