Einführung einer stadtweiten Parkraumbewirtschaftung!

Erstellt von Bernhard am 20.09.2022 um 09:06 Uhr
Verkehr Umwelt und Natur

Öffentlicher Raum ist viel zu wertvoll, um in ihm Autos überwiegend kostenlos und im Schnitt fast 23 Stunden pro Tag abzulagern.

Außerdem ist es sozial ungerecht gegenüber
• den vielen Menschen, die kein Auto haben, diesen Raum aber nicht nutzen dürfen (44% der Freiburger Haushalte, fast 70% der Haushalte mit geringem Einkommen),
• den Stadtvierteln, die bereits Bewohnerparkgebühren bezahlen müssen,
• den Menschen, die auf mehr Fläche und sichere Mobilität angewiesen sind (Kinder, ältere Menschen, Rollstuhlfahrende, mobilitätseingeschränkte Menschen usw.),
• allen Menschen, die sich wieder sicher, unbehindert und gerne im öffentlichen Raum und vor ihrer Haustür aufhalten wollen.

Daher fordern wir, dass Parken im öffentlichen Raum ausnahmslos und unverzüglich einen gerechten und angemessenen Preis erhält (s.u.).

Gleichzeitig werden Menschen mit wenig Geld und alternativlosem öffentlichen Parkplatzbedarf durch die Zusatzeinnahmen an anderer Stelle angemessen unterstützt.

Die Höhe der stadtweiten Parkraumbepreisung soll mindestens analog zur Höhe der aktuellen Bewohnerparkgebühren durchschnittlich 360 €/Jahr betragen, damit sie einen wesentlichen Lenkungsbeitrag für die Verkehrswende leisten kann.
Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Umsetzung liegen vor.

Bei 15.000 Jahresausweisen/Jahr können
• ca. 4,5 Mio €/Jahr

für eine Beschleunigung der Verkehrswende, den nötigen sozialen Ausgleich und für das Parkraummanagement selbst verwendet werden.

Kommentare (79)

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Martin

ID: 10.692 05.10.2022 17:43

es nicht nur um Klimaschutz, sondern auch um Gerechtigkeit geht!

Fritz

ID: 10.629 05.10.2022 12:25
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

uneingeschränkte Zustimmung!

La

ID: 10.545 05.10.2022 00:13
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

das einfach nur gerecht wäre, gegenüber all denjenigen Menschen in Freiburg, die bewusst auf ein Auto verzichten!

Sophia

ID: 10.484 04.10.2022 18:56
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

wir der Zeit hinterher hängen, in denen Autos noch ein Statussymbol waren. Weniger Privatautos, mehr Carsharing und mehr PLatz zum Spielen und Kaffeetrinken wo jetzt noch Autos parken.

Bobbele_im_Vauban

ID: 10.538 04.10.2022 23:42

Genau. Das Auto wird immer mehr zum negativen Statussymbol - und wer 'n fettes Angeber-Auto fährt, ist bei immer mehr Menschen ganz unten durch (bei mir schon lange). Ich lebe seit über 30 Jahren mit wachsender Überzeugung ohne Auto und bin schon 20 Jahre lang nicht mehr selber gefahren. Noch können zwar nicht alle Menschen ohne eigenes Auto auskommen, aber das liegt vor allem daran, daß fast nur in Großstädten (wie Freiburg) und auf wenigen Linien in deren Umland der ÖPNV gut genug ausgebaut ist. Wenn jemand unzureichend angebundene Ziele im Umland hat oder Schicht arbeitet, verstehe ich das - aber genau da besteht eben Verbesserungsbedarf. Garagen mit fest vermieteten Stellplätzen an den Haltestellen, wo sich auch P+R-Plätze befinden, könnten eine Alternative für diejenigen sein, die in Freiburg wohnen und so oft mit dem Auto ins Umland fahren, daß es mit Carsharing teurer wäre.

Lebendig

ID: 10.386 04.10.2022 10:55
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

Öffentliche Flächen sind viel zu wertvoll, um sie Autos billig oder kostenlos zu überlassen.

Brigitte

ID: 10.348 04.10.2022 07:19
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

Ich unterstütze den Vorschlag, weil er zu mehr sozialer Gerechtigkeit führt.

Stephanie

ID: 10.297 03.10.2022 23:18
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

Ein wichtiger Beitrag zu einer sozialen Stadt - es ist nicht fair, dass öffentlicher Raum von wenigen Menschen belegt wird und andere, die kein Auto haben, darunter leiden müssen. Wenn das Auto auf öffenltichem Raum geparkt wird, dann zu Kosten, die auch bei Miete einer Garage/Stellplatz anfallen würden, also mind. 30€ oder mehr/Monat. Sein Auto auf Kosten der Allgemeinheit umsonst oder sehr günstig auf öffentlichem Raum abzustellen, ist nicht fair. Ermäßigungen für bestimmte Personengruppen, z.B. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, müssen jedoch gegeben sein.
Im Sinne einer Verkehrswende und für den Klimaschutz brauchen wir dringend weniger Autos in der Stadt udn eine sinnvolle Planung (inkl. Verknappung) der Parkplätze gehört hier dazu.

Sebastian

ID: 10.245 03.10.2022 17:56
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

Der Ausbau der Bewirtschaftung geht viel zu langsam, Ausweichbewegung nach Haslach und Gutleutmatten muss endlich aufhören. Alle Menschen sind herzlich willkommen, Autos nicht!

Bobbele_im_Vauban

ID: 10.228 03.10.2022 16:02

Fortsetzung - mein unfertiger Kommentar war durch einen falschen Tastendruck versehentlich angelegt worden: Mineralölsteuer und Kfz-Steuer decken gerade mal die Kosten der Bundesfernstraßen. Die Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen sowie die nicht bewirtschafteten öffentlichen Parkplätze gibt's gratis dazu. Und was kosten der Untergang Bangla Deschs und der Niederlande sowie der von z.B. New York, Tokio, Hamburg, Berlin und vieler andere Städte, wenn das Eis Grönlands und der Antarktis abschmilzt und der Meeresspiegel um mindestens 65 Meter ansteigen wird? Auch wenn es eine Weile dauern wird, bis es soweit sein wird und der Autoverkehr nicht die alleinige Ursache dafür ist, aber einen erheblichen Anteil daran hat... Diese Aufzählung ließe sich noch weiter fortsetzen.

Bobbele_im_Vauban

ID: 10.226 03.10.2022 15:53
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

...Autobesitzende noch immer den weitaus größten Teil der tasächlichen volkswirtschaftlichen, langfristigen und globalen Kosten des Autofahrens von der öffentlichen Hand und der Allgemeinheit gezahlt bekommen bzw. ihn den Geschädigten (durch den Anteil an der Klimakatastrophe, Lärm, Schadstoffe, Unfallgefahren usw.) in Gegenwart und Zukunft, hier und anderswo aufbürden dürfen. Ein paar Beispiele: Die Hälfte der Kosten privater Stellplätze ist in der Kaltmiete versteckt, und die zahlen autofreie Haushalte mit (im Vauban kostet ein Stellplatz aktuell 25.000 Euro - Quelle: Autofrei-Verein). Es ist zwar eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben, aber keine Insassen-Unfallversicherung: Wer schuldhaft einen Unfall verursacht und dadurch selber verletzt wird, bekommt die Behandlung von der Krankenversicherung bezahlt - auch von denen, die kein Auto besitzen. Minera