Radfahrwege konsequenter planen

Erstellt von Clemens am 05.10.2022 um 23:24 Uhr
Verkehr

Der unkontrollierte Ausbau von Radwegen führt immer stärker zu Konflikten mit Fußgängern. Die Zunahme von E-Bikes und E-Roller sowie mehrere Geschäftsmodelle, zur Nutzung öffentlichen Raumes verstärkt diese Tendenz.
Zumindest an neuralgischen Punkten wie vor Schulen, Kindergärten, Altersheimen und an Kreuzungen mit Fußgängerwegen sind Sperren zur Verlangsamung der Geschwindigkeit aufzubauen und zukünftig konsequent einzuplanen. Fußgängerwege müssen in einer schnell alternden Stadt zukünftig noch genug Platz für Rollatorfahrer lassen.

Mein Vorschlag wäre...

Die eigentlich begrüßenswerte Anstrengung den Fahrradverkehr seine anerkannte Fläche zukommen zu lassen, wurde nur ideologisch und äußerst stümperhaft umgesetzt. Die Folge sind zunehmend Konflikte, wenn Fußgänger mit Radfahrer zusammen treffen bzw. deren Wege sich kreuzen. Besonders vor Schulen, Kitas und Altersheimen entstehen Gefahrenzonen. Deren Beseitigung trägt zur notwendigen, sozialen Befriedigung in der Stadt bei. Die rechtzeitige Berücksichtigung einer zunehmend alternden Bevölkerung und ihren Ansprüchen wäre "zukunftsfähig" bzw. "vorausschauend".

Kommentare (5)

Stadt Freiburg

Kommentar der Moderation
ID: 11.124 10.10.2022 11:41

Hallo Clemens, wir haben Ihren Vorschlag an das zuständige Fachamt, das Garten- und Tiefbauamt, weitergeleitet und folgende Rückmeldung erhalten: Beim Aus- bzw. Umbau der Radinfrastruktur werden auch die Belange des Fußverkehrs, der der älteren Mitbürger_innen sowie der Personen mit eingeschränkter Mobilität vom GuT berücksichtigt. Dabei wird man nicht immer eine für alle Nutzer_innen gleichermaßen zufriedenstellende Lösung finden. Den konsequenten Einbau von mechanischen Sperren an allen möglichen Konfliktpunkten vor Schulen, Kindergärten, Altersheimen und an Kreuzungen mit Fußgängerwegen lehnt das GuT aus verschiedenen Gründen allerdings ab.

Theo

ID: 11.009 06.10.2022 19:42
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

Der Fahrradverkehr in FR zu oft zulasten der Fußgänger geht - schlimmes Beispiel: KaJo Brücke. Hinzu kommt, dass der Radverkerhr nicht ausreichend überwacht wird.

Fritz

ID: 10.896 06.10.2022 10:58
Ich unterstütze den Vorschlag und finde, er sollte beim Dialog-Treffen diskutiert werden, weil...

weil in der Tat von Fahrradfahrenden oft nicht genug Rücksicht auf zu-Fuß-Gehende genommen wird (Bsp. Rampe zur Wiwili-Brücke im Sedanviertel, vor dem Brasil Café im Stühlinger, Baustelle aktuell an der Wiwili-Brücke Seite Stühlinger etc.)

Sunspot

ID: 10.877 06.10.2022 10:05

Insgesamt ein guter Vorschlag. Der Punkt "Sperren zur Verlangsamung der Geschwindigkeit aufzubauen" würde ich persönlich anders ausgestalten. In den Niederlanden wird mit Tricks (z.B. besonderer Bodenbelag/Farben) gearbeitet, um langsamere Geschwindigkeiten bei den Radfahrern zu erzeugen. Das ist effektiver als Sperren und wirkt freundlicher.

Clemens

ID: 11.022 06.10.2022 20:18

Reine "Tricks" funktionieren in Freiburg in allen Gebieten nicht mehr. Man braucht konsequente physische Barrieren. Ganz schlimm ist es teilweise entlang der Radschnellwege, wenn diese Fußgängerwege kreuzen.
Ich finde diese Barrieren angebracht und zumutbar, wenn man ein Miteinander erhalten will.